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14.08.2014

09:09 Uhr

Wegen Ukraine-Krise

Baukonzern Bauer kürzt Jahresprognose

Weniger Gewinn als erwartet: Der Tief- und Maschinenbaukonzern Bauern bekommt die Folgen des politischen Konflikts mit Russland zu spüren. Die Einnahmen sind aber wohl nicht beeinträchtigt.

Abwärtstrend? Der Schrobenhauser Maschinenbauer Bauer leidet unter der Ukraine-Krise. dpa

Abwärtstrend? Der Schrobenhauser Maschinenbauer Bauer leidet unter der Ukraine-Krise.

MünchenDer Tief- und Maschinenbaukonzern Bauer hat wegen des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine seine Jahresprognose gekappt. Der Gewinn werde 2014 zwischen 15 bis 20 Millionen Euro liegen und nicht zwischen 20 und 25 Millionen, wie die Oberbayern bisher vorhergesagt hatten.

„Insbesondere in Russland, wo wir seit vielen Jahren tätig sind, sind die Folgen des politischen Konflikts spürbar und die weitere Entwicklung nicht abschätzbar“, sagte Konzernchef Thomas Bauer am Donnerstag. Die Einnahmen seines Hauses sieht er indes davon nicht beeinträchtigt. Die Gesamtleistung werde wie vorausgesagt bei 1,55 Milliarden Euro liegen.

Die größten Maschinenbauer Deutschlands

Platz 10 – Rolls-Royce Power Systems

Umsatz 2012: 3,02 Milliarden Euro

Die deutsche Firma mit Hauptsitz in Friedrichshafen hieß bis Januar 2014 noch Tognum. Sie bietet Dieselmotoren und Antriebssysteme an und ist seit 2007 an der Börse notiert.

Platz 9 – SMS Group

Umsatz 2012: 3,24 Milliarden Euro

Die SMS Group ist der Dachgesellschaft SMS Holding GmbH untergeordnet und verarbeitet Stahl und Nichteisenmetalle. Alleinaktionär ist die Familie um den deutschen Unternehmer Heinrich Weiss.

Platz 8 – MAN

Umsatz 2012: 4,26 Milliarden Euro (MAN Power Engineering)

Die „Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg“ wurde bereits 1758 gegründet und war zunächst für Eisenverarbeitung zuständig. Seit 2011 hält Volkswagen die Mehrheit am Konzern.

Platz 7 – Knorr-Bremse

Umsatz 2012: 4,3 Milliarden Euro

Das größte Unternehmen für Bremssysteme von Schienen- und Nutzfahrzeugen wurde 1905 gegründet und ist nicht an der Börse notiert. Der Hauptsitz liegt in München.

Platz 6 – Kion

Umsatz 2012: 4,73 Milliarden Euro

Die Wiesbadener Kion Group wurde 2006 gegründet, baut Gabelstapler und Lagertechnikgeräte. Sie ging aus der Linde AG hervor und ist seit 2013 an der Börse.

Platz 5 – Thyssen-Krupp

Umsatz 2012: 5,64 Milliarden Euro (Thyssen-Krupp Industrial Solutions)

Deutschlands größter Stahlkonzern sitzt in Essen und entstand 1999 in Folge der Fusion von Hoesch-Krupp und Thyssen. Die historischen Wurzeln reichen in die Phase der industriellen Revolution in Deutschland zurück.

Platz 4 – Gea

Umsatz 2012: 5,72 Milliarden Euro

Das börsennotierte Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf und ist auf die Herstellung von Prozesstechnik und Komponenten im Maschinenbau spezialisiert. Es wurde 1881 gegründet.

Platz 3 – Voith

Umsatz Geschäftsjahr 2012/13: 5,73 Milliarden Euro

Die Wurzeln des Heidenheimer Maschinenbau-Unternehmens gehen bis in das Jahr 1867 zurück. Voith befindet sich im Besitz der Gründerfamilie. Das Unternehmen beliefert unter anderem Wasserwerke, Automobilhersteller und die Papierindustrie.

Platz 2 – Linde

Umsatz 2012: 15,28 Milliarden Euro

Die Linde Group sitzt in München und betreibt weltweit ihr Kerngeschäft mit Gasen und Prozess-Anlagen. Das 1879 gegründete Unternehmen ist börsennotiert und im Dax gelistet.

Platz 1 – Siemens

Umsatz Geschäftsjahr 2012/13: 18,59 Milliarden Euro (Siemens Industry)

Das Dax-Unternehmen mit Sitz in Berlin und München ist Deutschlands größter Technologiekonzern. Die Firma wurde 1847 von Werner Siemens gegründet und setzt den Fokus auf Elektrotechnik.

Im ersten Halbjahr weiteten die Schrobenhauser ihren Verlust auf elf Millionen Euro von knapp acht Millionen Euro im Vorjahreszeitraum aus. Der Grund dafür lag allerdings nicht in Osteuropa sondern in den USA. Dort verliert Bauer mit einem Dammprojekt Geld und musste auch mehr Steuern bezahlen. Die Gesamtleistung stieg indes um rund vier Prozent auf 749,2 Millionen Euro. Im vorbörslichen Handel verlor die Aktie mehr als fünf Prozent und war damit Schlusslicht im Kleinwerteindex SDax.

Von

rtr

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