Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

14.05.2012

17:52 Uhr

Weitere Solar-Pleite

Sovello stellt Insolvenzantrag

Der Thalheimer Solarhersteller Sovello ist pleite und hat einen Insolvenzantrag gestellt. Ziel sei eine Insolvenz in Eigenverwaltung, teilte das Amtsgericht Dessau-Roßlau mit.

Sovello ist pleite. dpa

Sovello ist pleite.

Bitterfeld-WolfenDie Serie von Firmenpleiten in der Solarbranche reißt nicht ab. Am Montag kündigte die Sovello GmbH einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wegen Zahlungsunfähigkeit an. Ziel sei eine Insolvenz in Eigenverwaltung, bei der das bisherige Management am Ruder bleibt und mit einem externen Sanierungsexperten zusammenarbeitet.

Das Unternehmen aus Bitterfeld-Wolfen in Sachsen-Anhalt zählt sich mit seinen 1250 Beschäftigten zu den weltgrößten integrierten Solarmodulherstellern. "Wir schätzen die Lage so ein, dass das Unternehmen in dem schwierigen Marktumfeld, das von Förderkürzung, Überkapazitäten und Preisverfall geprägt ist, mit den Instrumenten der Insolvenzordnung nachhaltig saniert werden kann", sagte Firmenchef Reiner Beutel.

Im vergangenen Geschäftsjahr erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von rund 200 Millionen Euro. Sovello ist aus einem Gemeinschaftsunternehmen der Branchenfirmen Evergreen Solar, Q-Cells und REC ASA hervorgegangen und gehört seit 2010 dem Beteiligungsfonds Ventizz Capital.

Wegen der eingetrübten Marktlage und harter Konkurrenz asiatischer Anbieter sind in den vergangenen Monaten mehrere Unternehmen der Solarbranche pleitegegangen, darunter bekannte Namen wie Q-Cells, Solon, Solarhybrid und Solar Millennium.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×