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08.04.2011

10:22 Uhr

Weltgrößter Aromenproduzent

Givaudan startet mit Umsatzrückgang in 2011

Givaudan, weltweit größter Aromen- und Riechstoffhersteller, ist mit Umsatzeinbußen in 2011 gestartet. Grund waren auch gestiegene Rohstoffkosten. Die sollen nun mittels Preiserhöhungen auf die Kunden abgewälzt werden.

Givaudan-Mitarbeiter bei der Herstellung eines Ananas-Aromas. Quelle: ap

Givaudan-Mitarbeiter bei der Herstellung eines Ananas-Aromas.

Zürich

Der weltgrößte Aromen- und Riechstoffhersteller Givaudan hat im Auftaktquartal 2011 aufgrund des starken Frankens weniger Umsatz gemacht. Wie aus einer Mitteilung des Symrise-Konkurrenten vom Freitag hervorgeht, sank der Konzernumsatz im ersten Quartal um 5,1 Prozent auf 1,012 Milliarden Schweizer Franken (770 Millionen Euro). Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Umsatz von 1,039 Milliarden Franken gerechnet. Ohne den negativen Währungseffekt wäre für Givaudan immerhin ein Plus von 3,1 Prozent herausgesprungen. Höhere Rohstoffkosten hofft Givaudan im Verlauf des zweiten Halbjahres durch Preiserhöhungen auszugleichen.

Die Aktie verlor im frühen Geschäft gut zwei Prozent, erholte sich dann aber wieder etwas. Jon Cox, Kepler Capital Markets Analyst, bewertete die Zahlen als "auf den ersten Blick enttäuschend", bedingt insbesondere durch das schwache Riechstoffgeschäft. Allerdings sei im Berichtszeitraum noch nicht der positive Effekt der angekündigten Preiserhöhungen spürbar gewesen, sagte Cox. Zudem sei die Vergleichsbasis des Vorjahres recht hoch. Im ersten Quartal 2010 hatte Givaudan noch vom boomenden Geschäft und dem Wiederauffüllen der stark reduzierten Lagerbestände an Luxusparfums profitiert.

Als weitgehend resistent erwiesen sich erneut die Absätze in den Schwellenländern: Sowohl im Bereich Riechstoffe als auch bei den Aromen konnte Givaudan hier deutliche Zuwächse verbuchen.

Mit einem jährlichen organischen Wachstum von 4,5 bis 5,5 Prozent will das Westschweizer Unternehmen auch künftig schneller als die Konkurrenz wachsen. Analysten schätzen das Marktwachstum in normalen Jahren auf zwei bis drei Prozent.

Von

Reuters

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