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23.01.2014

15:22 Uhr

Weltgrößter Autobauer

Toyota verteidigt die Krone

Im Wettrennen der Autoriesen kommt Volkswagen der Weltspitze näher. Toyota verpasst die Marke von zehn Millionen verkauften Fahrzeugen knapp, bleibt aber Spitzenreiter unter den Autobauern.

Kein Autokonzern produziert derzeit mehr Autos als Toyota. dpa

Kein Autokonzern produziert derzeit mehr Autos als Toyota.

TokioDas Rennen um den Titel des weltweit größten Autobauers wird immer enger: Zwar verteidigte Toyota die Spitzenposition 2013, der Abstand zu den Rivalen General Motors und Volkswagen aber ist knapper geworden. Die Japaner setzten im vergangenen Jahr insgesamt 9,98 Millionen Fahrzeuge weltweit ab. Das war ein Plus von zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In diesem Jahr rechnet Toyota mit einem Absatz von 10,32 Millionen Stück, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Hinter den Japanern liefern sich die Opel-Mutter General Motors (GM) und Volkswagen ein Kopf-an-Kopf-Rennen. GM verkaufte 2013 rund 9,71 Millionen Autos, der VW-Konzern kam - die schweren Lastwagen der Marken Scania und MAN eingerechnet - auf „über“ 9,7 Millionen Fahrzeuge. Die exakte Zahl steht aber noch aus. Bis 2018 will Volkswagen zur Nummer eins der Autowelt aufsteigen.

Die größten Autobauer der Welt

Platz 10

Suzuki - 2,69 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Auch wenn der Absatz der Japaner stagniert treibt auch hier der Yen-Wechselkurs die Gewinne nach oben. Der Gewinn legt um satte 50 Prozent zu.

Platz 9

PSA Peugeot Citroën- 2,82 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Franzosen stecken weiter tief in der Krise und haben im Jahr 2013 rund fünf Prozent weniger Autos verkauft. Mit frischem Geld aus China soll es dieses Jahr wieder aufwärts gehen.

Platz 8

Honda - 4,28 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Kaum ein Autokonzern weltweit hat bei den Verkäufen so stark zugelegt wie die Japaner. Unterm Strich steht ein Plus von satten 12 Prozent.

Platz 7

Fiat/Chrysler - 4,42 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Fusion soll dem italienisch-amerikanischen Duo neuen Schwung verleihen. Für Gewinne sind im Markenreicht von Fiat, zu dem auch Maserati, Alfa Romeo und Jeep zählen, vor allem die Amerikaner zuständig.

Platz 6

Nissan- 5,1 Millionen verkaufte Fahrzeuge

In Deutschland erfreut sich vor allem der SUV Qashqai enormer Beliebtheit, aber auch weltweit läuft es rund für Japaner. Unter Strich steht ein Absatzplus von etwa drei Prozent.

Platz 5

Ford- 6,33 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Amerikaner haben nicht nur eines der besten Jahre der Unternehmensgeschichte hinter sich, sondern mit dem Focus erneut das meistverkaufte Auto der Welt in ihren Reihen. Für das Treppchen reicht das allerdings nicht.

Platz 4

Hyundai/Kia- 7,61 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Das rasante Wachstum der vergangenen Jahre ist etwas abgekühlt, doch die Koreaner legen weiterhin stetig zu. Das Duo landet trotz starker Heimatwährung beim Absatz im Plus.

Platz 3

Toyota- 9,03 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Beim Gewinn hängt Toyota die Konkurrenz um die Weltmarktspitze locker ab, doch beim Absatz reicht es nur für Bronze. Vor allem weil der Absatz im Vergleich zum Vorjahr nur stagniert.

Platz 2

Volkswagen- 9,51 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Der VW-Konzern kommt beim Absatz auf den zweiten Platz. Mit allen zwölf Konzernmarken, darunter auch Audi und Porsche, erwirtschaften die Wolfsburger ein Absatzplus von vier Prozent.

Platz 1

General Motors - 9,71 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Beim Absatz behaupten die Amerikaner im Dreikampf mit Toyota und Volkswagen die Krone. Ob sich der Titel angesichts der aktuellen Rückrufprobleme verteidigen lassen wird?

Quelle

Ernst&Young-Studie „Die größten Automobilhersteller weltweit“, Gesamtjahr 2013

Der Vorsprung von Toyota ist allerdings kleiner geworden. 2012 lag Toyota bei einem Absatz von 9,75 Millionen, GM bei 9,3 Millionen und VW bei 9,07 Millionen Fahrzeugen. Im Jahr zuvor war Toyota wegen der verheerenden Erdbeben- und Tsunamikatastrophe und den Folgen zurückgeworfen worden.

Obwohl General Motors bei den Verkaufszahlen auf einer Stufe mit Volkswagen steht, sieht Ex-GM-Chef Dan Akerson den Konzern bei der Produktionsstrategie erst in fünf bis sechs Jahren in Schlagdistanz zu den Wolfsburgern. „VW ist gut in Modulen, die sie in der Produktion für sehr billige und etwas teurere Autos verwenden“, sagte Akerson dem „Handelsblatt“ (Donnerstag). So eine Baukastenstrategie habe GM lange abgelehnt: „Aber die Einsparungen im Einkauf sind groß.“

Kommentare (2)

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Reiskocherfahrer

23.01.2014, 13:40 Uhr

Es ist nicht nur der grösste sondern auch der zuverlässigste Autobauer und das ist für den Endverbraucher das wichtigste. Für Leasingfahrer gibt es andere wichtige "Qualitätsmerkmale" um es mal so zu sagen.

Wenn ich mir nur anschaue mit welchen Tricks die deutschen Autobauer versuchen ihre Statistiken zu verbessern und wie die tatsächliche Qualität ist (nicht nur D, auch Asien, Amerika usw.), einfach nur beschämend. Vom Preis brauchen wir mal gar nicht zu reden.

Prestige hat nur mal seinen Preis. :-))

Wie hat der gute Winterkorn bei Hyundai gesagt "Do scheppert nix".

Feuer frei !!! Aber bitte bessere Argumente als Gaspedalgeschichten, Reiskocher usw. lieber etwas über Steuerketten, DSGs usw. erzählen. :-)

Autokenner

23.01.2014, 17:10 Uhr

Wen interessiert es eigentlich, ob Toyota oder VW der absatzmässig größte Hersteller ist bzw. wird. Das kann eigentlich nur einen alten Herr mit einer allseits bekannten "Weltmeistermacke" interessieren. Für die Käufer ist das unerheblich. Dieser "Führungs-"Anspruch von VW wird daher nicht in allen Ländern mit Wohlwollen aufgenommen.Im Süden und Westen Europas beklagt man sich jedenfalls über die ruinöse Marktaggression des deutschen Mollochs.

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