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12.09.2011

21:58 Uhr

Weltweite Verkäufe

Volkswagen prescht zu neuem Rekord

Europas größter Autobauer steuert in puncto weltweite Verkäufe auf einen neuen Jahresbestwert zu. Kurz vor Beginn der IAA stellte Konzernchef Winterkorn die glänzenden Zahlen vor - und warnte vor Absatzproblemen.

Für Vorbereitungen für den Absatzrekord laufen auf Hochtouren. Doch Euphorie will Konzernchef Martin Winterkorn nicht aufkommen lassen. dapd

Für Vorbereitungen für den Absatzrekord laufen auf Hochtouren. Doch Euphorie will Konzernchef Martin Winterkorn nicht aufkommen lassen.

Frankfurt, WolfsburgDie Serie der Absatzrekorde beim größten europäischen Autobauer Volkswagen hat sich auch im August fortgesetzt. Nach zwei Dritteln des Jahres fuhr der Konzern erneut einen Bestwert bei den weltweiten Verkäufen ein. Wie VW-Chef Martin Winterkorn am Montagabend kurz vor Beginn der Automesse IAA in Frankfurt mitteilte, lieferten die neun Marken der VW-Familie seit Jahresbeginn rund 5,4 Millionen Autos aus. Das entspricht einem Plus von 14 Prozent im Vergleich zu den ersten acht Monaten 2010.

Die Wolfsburger hatten bereits in der vergangenen Woche von einem kräftigen Verkaufsplus für ihre Kernmarke berichtet. Bis Ende August wurden in aller Welt 3,34 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert - 12,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Vor allem Russland, Osteuropa, China und die USA legten zu, während die Nachfrage in Westeuropa mit Krisenländern wie Spanien und Italien weniger anzog.

VW will in diesem Jahr im Gesamtkonzern erstmals acht Millionen Autos an die Kunden bringen. Winterkorn und Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch sehen dies aber nur als Etappenziel.

Sie wollen bis spätestens 2018 zehn Millionen Autos absetzen und damit Toyota sowie General Motors von der globalen Spitze verdrängen. Nach dem ersten Halbjahr war der Autoriese auf Kurs: Zwischen Januar und Juni wurden über vier Millionen Wagen ausgeliefert.

Glänzende Zahlen kein Selbstläufer
Allerdings rechnet der Konzern für die kommenden Monate mit möglichen regionalen Absatzproblemen. Europas größter Autobauer sei aber breit genug aufgestellt, um „flexibel auf eventuelle Schwankungen in den einzelnen Märkten reagieren“ zu können, sagte Winterkorn. Wo genau VW erlahmende Verkäufe für denkbar hält, ließ der VW-Chef offen.

Winterkorn hatte zuletzt mehrfach betont, dass man die sich abkühlende Weltkonjunktur im Auge behalten müsse. Vor Beginn der IAA warnte er abermals: „Die kommenden Monate werden kein Selbstläufer.“ Zugleich betonte Winterkorn, die Rekorde in Reihe seien vermutlich endlich. Dennoch zeigt sich der Manager zuversichtlich, dass gerade die Autobauer hierzulande das Zeug haben, Probleme zu meistern. „Die deutsche Autoindustrie ist heute so robust und zukunftsfähig wie nie.“

Von

dpa

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