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16.07.2012

13:06 Uhr

Weltweiter Ausbau

Rational will seine Zweitmarke stärken

Die französische Tochterfirma Frima soll endlich erfolgreich werden – auch außerhalb der Landesgrenzen. Bisher erzielt die Marke allerdings nur einen Bruchteil des Umsatzes. Und auch Verluste sind ihr nicht fremd.

huGO-BildID: 3380704 Rational AG, Großküchenhersteller Pressefoto

huGO-BildID: 3380704 Rational AG, Großküchenhersteller

LandsbergDer Kochgerätehersteller Rational will seine französische Zweitmarke stärken und so neue Kunden locken. "Wir wollen die Marke Frima über Frankreich hinaus global entwickeln", sagte Vorstandschef Günter Blaschke in einem am Montag veröffentlichten Reuters-Interview. In 30 Jahren solle die Tochterfirma so groß sein wie die Kernmarke Rational heute.

Durch das rasante Wachstum der Verpflegung außer Haus in Schwellenländern verändere sich zudem die regionale Verteilung des Geschäfts: In den nächsten 15 Jahren werde der Umsatzanteil im heutigen Hauptmarkt Europa deutlich abnehmen, während er sich in Asien und Amerika verdoppeln werde.

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Der bayerische Großküchen-Ausrüster stellt nur zwei unterschiedliche Produkte her: Unter der Marke Rational werden schrankgroße Kochautomaten vertrieben, die einzelne Gargeräte wie Ofen, Dämpfer oder Grill ersetzen sollen. Küchenutensilien wie Pfanne, Kessel oder Friteuse will ein Spezialgerät der Marke Frima überflüssig machen. Die französische Tochter erzielt allerdings im Vergleich zur Hauptsparte nur einen Bruchteil des Umsatzes; außerdem schrieb sie in der Vergangenheit Verluste. Vorstandschef Blaschke kündigte für 2012 die Ertragswende an.

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Der Verlust sei auch auf Investitionen in die Weiterentwicklung des Produkts sowie in Vertrieb und Marketing zurückzuführen. Wie viel Geld sich Rational dies kosten lässt, wollte der Vorstandschef nicht verraten. Im Gesamtkonzern hatten 2011 unerwartet hohe Ausgaben für die Einführung einer überarbeiteten Version des Hauptgeräts den Gewinn zusammenschmelzen lassen. Künftig müsse Frima aus eigener Kraft wachsen, betonte Blaschke.

Das französische Unternehmen, das ursprünglich riesige Bratpfannen für Militärkantinen herstellte und für Rational früher Tiegel fertigte, gehört seit rund 25 Jahren zu dem Konzern aus dem bayerischen Landsberg. Frankreich ist für Rational der drittgrößte Einzelmarkt. Noch wichtiger sind Großbritannien und - mit deutlichem Abstand - Deutschland, wo die Bayern 15 Prozent ihrer Erlöse erzielen.

Blaschke sagte weiter, auch in Europa wachse Rational zweistellig - trotz Krise. Die größten Wachstumspotenziale lägen aber in Amerika und Asien. Während in Schwellenländern die Zahl der Restaurants oder Kantinen steigt, profitiert der Profiküchenausrüster demnach in Industriestaaten davon, dass Fast-Food-Ketten immer mehr Produkte anbieten, um den Geschmack der Kundschaft zu treffen. In den USA rechnet sich Blaschke große Chancen aus, weil dort die meisten Schnellrestaurants noch mit einfachen Gargeräten kochten. In 15 Jahren werde Rational in Amerika und Asien je rund 30 Prozent des Umsatzes erzielen, in Europa dann nur noch 40 statt wie bisher 66 Prozent.

Von

rtr

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