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22.06.2015

14:29 Uhr

Wendelin Wiedeking

Weitere Anklage gegen Ex-Porsche-Chef

Ende Juli beginnt der Prozess um die gescheiterte VW-Übernahme gegen Ex-Chef Wendelin Wiedeking und seinen Finanzchef Holger Härter. Wegen einer Pressemitteilung von 2008 wird nun noch eine weitere Anklage nachgeschoben.

Der ehemalige Porsche-Chef muss Ende Juli vor Gericht. dpa

Wendelin Wiedeking

Der ehemalige Porsche-Chef muss Ende Juli vor Gericht.

StuttgartDie Staatsanwaltschaft Stuttgart hat weitere Vorwürfe gegen den früheren Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und seinen ehemaligen Finanzchef Holger Härter erhoben. Kurz vor Beginn des Prozesses um die missglückte VW-Übernahme habe die Staatsanwaltschaft eine nachgeschobene Anklage eingereicht, teilten die Anwälte von Wiedeking und Härter am Montag mit.

Ein Sprecher des Landgerichts bestätigte den Eingang. Darin geht es um eine Pressemitteilung aus dem Jahr 2008. Die Staatsanwaltschaft hatte die Ermittlungen aufgenommen, weil sie vermutet, das mit der Erklärung über die geplante VW-Übernahme der Markt getäuscht worden war.

Die Behörde hatte ursprünglich Anklage gegen Wiedeking und Härter erhoben, weil diese den Finanzmarkt zwischen 2007 und 2009 nicht ausreichend über Porsches Pläne zum VW-Einstieg informiert haben sollen. Wiedeking und Härter müssen sich bislang vom 31. Juli an vor dem Landgericht Stuttgart wegen Marktmanipulation verantworten.

Wendelin Wiedeking: Ex-Porsche-Chef muss Ende Juli vor Gericht

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Ex-Porsche-Chef muss Ende Juli vor Gericht

Die Übernahmeschlacht um VW bringt Ex-Porsche-Chef Wiedeking vor Gericht: Ab Ende Juli muss er wegen des Vorwurfs der Marktmanipulation auf die Anklagebank. Sein Anwalt versprüht gegenüber dem Handelsblatt Zuversicht.

Ob die neue Anklage, so sie denn zugelassen wird, mit dem ersten Verfahren verbunden wird, müsse die Kammer noch entscheiden, so der Landgerichtssprecher. Die Staatsanwaltschaft ermittelt inzwischen auch gegen den früheren Aufsichtsrat der Porsche SE wegen Beihilfe zur Marktmanipulation. Wiedeking und Härter sowie die Kontrolleure weisen die Vorwürfe zurück.

Von

dpa

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