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06.02.2014

14:00 Uhr

Weniger Aufträge

Industrie enttäuscht die Erwartungen

Die Industrie ist schlechter durch den Dezember gekommen als erwartet. Doch insgesamt legte die Branche 2013 überdurchschnittlich zu – und Wirtschaftsminister Gabriel erwartet langfristig noch mehr gute Nachrichten.

So verschlaucht man ein e-Getriebe – und treibt eine ganze Branche an: Die Automobilindustrie sammelt in Europa wieder mehr Aufträge ein. dpa

So verschlaucht man ein e-Getriebe – und treibt eine ganze Branche an: Die Automobilindustrie sammelt in Europa wieder mehr Aufträge ein.

BerlinDie deutsche Industrie hat zum Jahresende einen Dämpfer hinnehmen müssen. Der Auftragseingang sank im Dezember um 0,5 Prozent, wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie am Donnerstag mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten dagegen mit einem Anstieg um 0,4 Prozent gerechnet. Im November hatten die Firmen noch 2,4 Prozent mehr Bestellungen erhalten. Langfristig steige die Nachfrage aber, erklärte das von Sigmar Gabriel (SPD) geführte Ministerium. „Besonders erfreulich ist, dass die kräftig steigenden Auftragseingänge aus dem Euro-Gebiet eine weiter fortschreitende Erholung signalisieren.“

Von Kunden aus der Euro-Zone sammelten die deutschen Produzenten von Autos, Maschinen und anderen Investitionsgütern 16,5 Prozent mehr Bestellungen ein. Insgesamt legten die Investitionsgüter-Aufträge ein Prozent zu. Schlechter sah es dagegen für die Hersteller von Vorleistungsgütern wie Chemikalien mit einem Rückgang von 2,2 Prozent und Konsumgütern mit minus 2,0 Prozent aus.

Im vierten Quartal erhielt die Industrie 1,2 Prozent mehr Bestellungen, im Gesamtjahr 2013 lag das Plus sogar bei 1,6 Prozent. Die deutsche Wirtschaft hatte 2013 nur ein mageres Wachstum von 0,4 Prozent geschafft. Die Aussichten für das laufende Jahr sind jedoch besser, auch weil die Euro-Zone die Rezession inzwischen hinter sich gelassen hat. Viele Experten halten daher ein Plus von zwei Prozent für möglich.

Von

rtr

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