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11.03.2014

10:45 Uhr

Weniger Gewinn

Audi bekommt Rabattschlacht zu spüren

Audi hat 2013 trotz neuer Verkaufsrekorde weniger Geld verdient. Unter dem Strich schrumpfte der Gewinn der wichtigen VW-Tochter um knapp acht Prozent – doch Audi-Chef Rupert Stadler bleibt für 2014 optimistisch.

Produktion eines Audi A3 in Ingolstadt: Der Kompaktwagen verkauft sich gut, doch er wirft weniger Gewinne ab als große Limousinen oder SUVs. dpa

Produktion eines Audi A3 in Ingolstadt: Der Kompaktwagen verkauft sich gut, doch er wirft weniger Gewinne ab als große Limousinen oder SUVs.

IngolstadtDer erfolgsverwöhnte Autobauer Audi hat 2013 weniger Gewinn eingefahren. Das operative Ergebnis sackte um 6,2 Prozent auf 5,03 Milliarden Euro ab, wie die VW-Tochter am Dienstag in Ingolstadt mitteilte. Nach Steuern schrumpfte der Gewinn um 7,7 Prozent auf gut vier Milliarden Euro.

Insgesamt steht Audi allerdings weiter gut da und verdient pro Auto im Vergleich zu anderen Herstellern nach wie vor viel Geld. Weltweit verkaufte Audi 2013 rund 1,57 Millionen Autos, gut acht Prozent mehr als 2012. China ist mit rund 492.000 Autos inzwischen der wichtigste Absatzmarkt für die Oberbayern. Wichtigste Region bleibt allerdings weiter Europa.

„2013 stand vor allem im Zeichen der Expansion und neuer Standorte“, sagte Audi-Chef Rupert Stadler bei der Vorlage der Bilanz in Ingolstadt. Es waren unter anderem die hohen Ausgaben für neue Fabriken und den Ausbau der Produktion, die die Gewinne schrumpfen ließen. 3,6 Milliarden Euro, 10 Prozent mehr als im Jahr zuvor, investierte der Konzern.

Doch nicht nur die Investitionen drückten auf die Bilanz. Der Umsatzanstieg von gut zwei Prozent auf knapp 49,9 Milliarden Euro geht nach Angaben von Finanzvorstand Axel Strotbek vor allem auf das Konto der wachsenden Nachfrage nach der neuen Variante des A3. Das kleinere Auto bringt allerdings weniger Geld in die Kasse als etwa große Limousinen oder Geländewagen. Mit ähnlichen Effekten hatte im vergangenen Jahr auch BMW zu kämpfen. Die Münchner Rivalen legen in der kommenden Woche ihre Zahlen vor. Wie bei Audi rechnen Fachleute auch beim Branchenprimus der Oberklasse mit sinkenden Gewinnen.

Zudem machten sich die Preisnachlässe bemerkbar, mit denen vor allem auf den schwachen europäischen Automärkten um Kunden gebuhlt wird. Der Wettbewerb zwischen den Herstellern ist hier noch schärfer als ohnehin. „Dieser Entwicklung, die mit entsprechendem Preisdruck einhergeht, können wir uns nicht vollständig entziehen“, sagte Strotbek. Man beteilige sich aber nicht an „Rabattschlachten“.

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