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11.01.2005

07:13 Uhr

Weniger Gewinn im Quartal als erwartet

Alcoa enttäuscht

Die Berichtssaison ist eröffnet - und zwar weit enttäuschender als erwartet. Der weltgrößte Aluminiumproduzent hat beim Gewinn Federn lassen müssen. Allerdings sind dafür nach Konzern-Aussagen Sonderbelastungen verantwortlich.

HB NEW YORK. Der weltgrößte Aluminiumproduzent Alcoa hat in seinem vierten Geschäftsquartal einen niedrigeren Nettogewinn verzeichnet. Der US-Konzern machte dafür höhere Energiekosten, den schwachen Dollar sowie Sonderbelastungen durch den Verkauf von Unternehmensteilen verantwortlich, die nicht zum Kerngeschäft gehörten. Alcoa werde seine Kosten weiter reduzieren und seinen Betrieb verschlanken, erklärte Alcoa-Chef Alain Belda bei der Vorlegung der Zahlen am Montag. Das in Pittsburgh ansässige Unternehmen kündigte für 2005 unter anderem Investitionen in Norwegen, Spanien sowie in vor kurzem erworbenen Produktionsstätten in Russland an. Im nachbörslichen Handel gaben die Aktien des Konzerns um 0,1 % auf 30,44 Dollar nach.

Der Konzern bezifferte seinen Reingewinn im vierten Quartal mit 268 Mill. Dollar nach 291 Mill. Dollar im Vorjahr. Dies entspricht 30 Cent je Aktie nach 33 Cent je Aktie im Vorjahr. Aus dem laufenden Geschäft erlöste Alcoa allerdings einen leicht höheren Gewinn von 345 Mill. Dollar nach 342 Mill. Dollar im Vergleichszeitraum. Den Umsatz steigerte der Konzern dank der hohen Aluminiumpreise um zwölf Prozent auf sechs Mrd. Dollar. Analysten hatten durchschnittlich einen Gewinn von 42 Cent je Aktie erwartet. Alcoa legt traditionell als erstes der im Standardwerte-Index Dow-Jones gelisteten Unternehmen seine Quartalszahlen vor.

„Das sieht ein bisschen schwach aus“, sagte Analyst Charles Bradford von Bradford Research/Soleil zu dem Ergebnis. Er hatte mit einem Gewinn von 41 Cent je Aktie gerechnet. „Da wurde auch viel Schuld der Währung geben. Aber das ist etwas, was man nie richtig gut einschätzen kann.“ Die Bilanz sehe aber gut aus „und einige Projekte, die in Arbeit sind, machen auch einen positiven Eindruck.“

Um von den historisch hohen Aluminium-Preisen zu profitieren, will Alcoa seine Produktion den Angaben zufolge im laufenden Jahr um 220 000 Tonnen auf eine Kapazität von 361 000 Tonnen steigern, unter anderem durch den Neustart einiger Aluminiumschmelzen. Das Unternehmen werde im laufenden Jahr 2,5 Mrd. Dollar investieren, hauptsächlich in Ölproduktionen. Nach dem Abschluss einer Erweiterung der jamaikanischen Raffinerie sollen im laufenden Jahr nun zwei Raffinerien in West-Australien ausgebaut werden. Als Sonderposten bezifferte Alcoa eine Summe von 77 Mill. Dollar, deren größter Teil für den Verkauf des Telekommunikationsunternehmens AFL an die japanische Fujikura eingestellt ist.

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