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07.01.2004

15:17 Uhr

Weniger Mitarbeiter erwirtschaften die Renten

Betriebsrenten belasten die Konzerne

Von Adidas bis Volkswagen sind die großen deutschen Unternehmen Pensionsverpflichtungen in Milliardenhöhe eingegangen. Rückstellungen, Pensionsfonds oder Versicherungen sind die gängigen Varianten.

HB DÜSSELDORF. Die betriebliche Altersversorgung ruht nach Angaben der Hamburger SES Research dabei auf unterschiedlichen Säulen. Zum einen haben die Unternehmen Pensionsrückstellungen gebildet, zum anderen Pensionsfonds und -kassen oder Versicherungen eingeschaltet. Sie verwalten dann die Finanzmittel und legen sie am Kapitalmarkt an. Damit werden die Rentenleistungen abhängig von den Schwankungen des Kapitalmarktes.

Unternehmen wie Adidas, Deutsche Börse, Lufthansa oder MAN haben ihre Pensionsverpflichtungen laut SES Research fast ausschließlich über Rückstellungen finanziert: „Im Grunde müssen die Renten aus dem laufenden Umsatzprozess bezahlt werden.“ Pensionsrückstellungen sind seit Jahrzehnten der wichtigste Finanzierungsweg der betrieblichen Altersvorsorge. Sie mindern den steuerpflichtigen Gewinn; die einbehaltenen Beträge können in das Betriebsvermögen investiert werden, bevor sie als Rente zur Auszahlung kommen.

Personalabbau und steigende Lebenserwartung können aber dazu führen, dass immer weniger Arbeitnehmer die Betriebsrente für die früheren Kollegen „erwirtschaften“ müssen. Außerdem ist es schwierig, Belastungen über Zeiträume von mehr als 30 Jahren genau abzuschätzen.

Den größten Rententopf unter den Dax-Werten hat laut SES der Automobilhersteller Daimler-Chrysler mit rund 33 Milliarden Euro. Beim Chemieriesen Bayer schlagen Pensionsverpflichtungen von 12,4 Milliarden Euro zu Buche, beim Sportartikelhersteller Adidas sind es dagegen nur knapp 90 Millionen Euro. Die früheren Staatsunternehmen Deutsche Post und Deutsche Telekom müssen für ihre Angestellten Pensionsverpflichtungen von 8,3 Milliarden beziehungsweise 3,9 Milliarden Euro nachkommen.

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