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30.05.2012

17:12 Uhr

Werksschließung

ThyssenKrupp kündigt 150 Presta-Mitarbeitern

Der ThyssenKrupp -Konzern hat einem Zeitungsbericht zufolge rund 150 Mitarbeitern in einem Presta-Werk in Düsseldorf gekündigt. Der Gesamtbetriebsrat war über die geplanten Maßnahmen nicht informiert.

Presta produziert Komponenten für Nutzfahrzeuglenkungen. dpa

Presta produziert Komponenten für Nutzfahrzeuglenkungen.

DüsseldorfDer Stahlkonzern ThyssenKrupp hat nach Betriebsratsangaben der kompletten Stammbelegschaft im Düsseldorfer Werk des Automobil-Zulieferers Presta gekündigt. Die Tochter des Industriekonzerns produziert dort Komponenten für Lenkungen von Nutzfahrzeugen. "Alle Mitglieder der Stammbelegschaft, und das sind noch über 150 langjährig beschäftigte Mitarbeiter, haben ihre betriebsbedingte Kündigung zum 31.12.2012 bekommen", sagte der Betriebsrat-Chef von ThyssenKrupp Presta SteerTec, Klaus Specht, der "Rheinischen Post" vom Donnerstag. Zugleich versuche die Geschäftsleitung aber, eine Verlängerung der Arbeitsverträge für 132 befristete Mitarbeiter durchzusetzen.

Die Verlängerung der befristeten Arbeitsverträge strebt die Geschäftsleitung demnach vor dem Düsseldorfer Arbeitsgericht an. Der Gesamtbetriebsrat-Chef von ThyssenKrupp, Willi Segerath, war nach eigenen Angaben über die Kündigungen nicht informiert und kündigte Widerstand an. "Ich halte das für einen schlechten Stil, wenn so etwas hinter dem Rücken des Gesamtbetriebsrates gemacht wird", sagte Segerath der Zeitung.

ThyssenKrupp verwies darauf, dass die Schließung des Werks zum Jahresende 2012 bereits 2006 beschlossen worden sei. Seit September 2007 geben es einen Sozialplan, die Geschäftsführung befinde sich im Dialog mit den Arbeitnehmern. Zudem sei jüngst die Einrichtung einer Transfergesellschaft beschlossen worden.

ThyssenKrupp hatte sich zuletzt von seiner Edelstahlsparte und allen zivilen Schiffbau- und Reparaturbereichen der Hamburger Traditionswerft Blohm + Voss getrennt. Der Stahlkonzern erwägt zudem den Verkauf kriselnder Werke in Brasilien und den USA.

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