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06.05.2014

10:26 Uhr

Werkzeugmaschinenbauer

DMG Mori Seiki bald auf Rekordkurs

Einen guten Start ins neue Jahr hat der Wergmaschinenbauer DMG Mori Seiki gemacht: Mit hohen Umsätzen bewegt sich der Konzern weiter auf Rekordkurs. Um diesen zu erreichen, schmiedet Chef Kapitza große Pläne.

Ein Mitarbeiter arbeitet im zum DMG Mori Seiki Konzern gehörende Werk in Pfronten: Mit hohen Umsätzen bewegt sich der Werkzeugmaschinenbauer weiter auf Rekordkurs. dpa

Ein Mitarbeiter arbeitet im zum DMG Mori Seiki Konzern gehörende Werk in Pfronten: Mit hohen Umsätzen bewegt sich der Werkzeugmaschinenbauer weiter auf Rekordkurs.

DüsseldorfDer Werkzeugmaschinenbauer DMG Mori Seiki ist nach einem rasanten Start ins Jahr weiter auf Rekordkurs. Der engen Zusammenarbeit mit dem gleichnamigen japanischen Partner sei es zu verdanken, dass der Bielefelder Konzern weltweit auf allen Märkten gut unterwegs sei, sagte Vorstandschef Rüdiger Kapitza am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters.

Daher seien die Auswirkungen der Ukraine-Krise zwar spürbar, würden aber durch andere Märkte mehr als kompensiert. „Es hakt bei den Ausfuhrgenehmigungen nach Russland, so dass einige Millionen derzeit klemmen.“ Die Expansion in Russland werde aber unvermindert weiter betrieben, der Bau eines neuen Werkes schreite voran.

Die größten Maschinenbauer Deutschlands

Platz 10 – Rolls-Royce Power Systems

Umsatz 2012: 3,02 Milliarden Euro

Die deutsche Firma mit Hauptsitz in Friedrichshafen hieß bis Januar 2014 noch Tognum. Sie bietet Dieselmotoren und Antriebssysteme an und ist seit 2007 an der Börse notiert.

Platz 9 – SMS Group

Umsatz 2012: 3,24 Milliarden Euro

Die SMS Group ist der Dachgesellschaft SMS Holding GmbH untergeordnet und verarbeitet Stahl und Nichteisenmetalle. Alleinaktionär ist die Familie um den deutschen Unternehmer Heinrich Weiss.

Platz 8 – MAN

Umsatz 2012: 4,26 Milliarden Euro (MAN Power Engineering)

Die „Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg“ wurde bereits 1758 gegründet und war zunächst für Eisenverarbeitung zuständig. Seit 2011 hält Volkswagen die Mehrheit am Konzern.

Platz 7 – Knorr-Bremse

Umsatz 2012: 4,3 Milliarden Euro

Das größte Unternehmen für Bremssysteme von Schienen- und Nutzfahrzeugen wurde 1905 gegründet und ist nicht an der Börse notiert. Der Hauptsitz liegt in München.

Platz 6 – Kion

Umsatz 2012: 4,73 Milliarden Euro

Die Wiesbadener Kion Group wurde 2006 gegründet, baut Gabelstapler und Lagertechnikgeräte. Sie ging aus der Linde AG hervor und ist seit 2013 an der Börse.

Platz 5 – Thyssen-Krupp

Umsatz 2012: 5,64 Milliarden Euro (Thyssen-Krupp Industrial Solutions)

Deutschlands größter Stahlkonzern sitzt in Essen und entstand 1999 in Folge der Fusion von Hoesch-Krupp und Thyssen. Die historischen Wurzeln reichen in die Phase der industriellen Revolution in Deutschland zurück.

Platz 4 – Gea

Umsatz 2012: 5,72 Milliarden Euro

Das börsennotierte Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf und ist auf die Herstellung von Prozesstechnik und Komponenten im Maschinenbau spezialisiert. Es wurde 1881 gegründet.

Platz 3 – Voith

Umsatz Geschäftsjahr 2012/13: 5,73 Milliarden Euro

Die Wurzeln des Heidenheimer Maschinenbau-Unternehmens gehen bis in das Jahr 1867 zurück. Voith befindet sich im Besitz der Gründerfamilie. Das Unternehmen beliefert unter anderem Wasserwerke, Automobilhersteller und die Papierindustrie.

Platz 2 – Linde

Umsatz 2012: 15,28 Milliarden Euro

Die Linde Group sitzt in München und betreibt weltweit ihr Kerngeschäft mit Gasen und Prozess-Anlagen. Das 1879 gegründete Unternehmen ist börsennotiert und im Dax gelistet.

Platz 1 – Siemens

Umsatz Geschäftsjahr 2012/13: 18,59 Milliarden Euro (Siemens Industry)

Das Dax-Unternehmen mit Sitz in Berlin und München ist Deutschlands größter Technologiekonzern. Die Firma wurde 1847 von Werner Siemens gegründet und setzt den Fokus auf Elektrotechnik.

Der ehemals unter Gildemeister firmierende Konzern schnitt im Auftaktquartal besser ab als von Experten erwartet. Der Umsatz stieg um acht Prozent auf 505,1 Millionen Euro. Der operative Gewinn (Ebit) schnellte um beinahe 70 Prozent auf 28,4 Millionen Euro in die Höhe. Netto verdiente DMG Mori Seiki 18 Millionen Euro nach 10,4 Millionen vor Jahresfrist. Die Bestellungen kletterten um 16 Prozent auf 601,2 Millionen Euro.

Kapitza stellte daher für 2014 nun kräftige anstatt nur moderate Zuwächse in Aussicht. Der Umsatz solle auf rund 2,2 (Vorjahr: 2,05) Milliarden Euro, der Auftragseingang auf 2,3 (2,09) Milliarden steigen. Das Ebit dürfte sich um 20 Prozent auf rund 175 Millionen Euro erhöhen. „Wir arbeiten unter Vollauslastung und werden in diesem Jahr bei der Zahl der Mitarbeiter erstmals die 7000er-Grenze knacken“, kündigte Kapitza an. Ende 2013 beschäftigte der Konzern rund 6700 Personen. Die Bielefelder kooperieren seit Jahren mit dem japanischen Werkzeugmaschinenbauer DMG Mori Seiki und haben ihr Bündnis durch eine Überkreuzbeteiligung zusammengeschmiedet. Eine Fusion in den kommenden Jahren ist nicht ausgeschlossen.

An der Börse sorgten die Nachrichten für einen Kurssprung um mehr als fünf Prozent auf 24,19 Euro. Die Aktie setzte sich damit an die Spitze der Gewinner im Nebenwerteindex MDax. Das traditionell eher schwache Auftaktquartal warte mit soliden Ergebnissen und starken Auftragseingängen auf, kommentierte Berenberg-Analyst Felix Wienen. DMG sei stärker als erwartet ins Jahr gestartet, erklärte Holger Schmidt von Equinet und empfahl die Aktie zum Kauf.

Von

rtr

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