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12.03.2014

13:59 Uhr

Werkzeugmaschinenbauer

DMG Mori Seiki verkündet Rekordgewinn

Jetzt ist es offiziell: Die Werkzeugmaschinenbauer Gildemeister und Mori Seiki wollen fusionieren. Seit einigen Monaten haben sie schon einen gemeinsamen Namen. Bis 2020 soll alles unter Dach und Fach sein.

Mitarbeiter des Werkzeugmaschinenbauers DMK in Pfronten: Umsatz und Auftragseingang sollen 2014 moderat steigen. dpa

Mitarbeiter des Werkzeugmaschinenbauers DMK in Pfronten: Umsatz und Auftragseingang sollen 2014 moderat steigen.

DüsseldorfDer Bielefelder Werkzeugmaschinenbauer DMG, vormals Gildemeister, will bis 2020 mit seinem japanischen Partner Mori Seiki fusionieren. In den vergangenen fünf Jahren habe man die Zusammenarbeit sehr intensiviert, sagte DMG-Vorstandschef Rüdiger Kapitza am Mittwoch in Düsseldorf. Das habe sich bewährt. Eine Fusion sei darum die logische Folge.

Man wolle aber beide Börsenstandorte, Frankfurt und Tokio, erhalten, sagte Kapitza. Das Bielefelder Unternehmen hieß bis Oktober 2013 DMG Gildemeister. Seit fünf Jahren baut DMG seine Partnerschaft mit dem japanischen Unternehmen Mori Seiki schrittweise aus.

2013 erzielte das Bielefelder Unternehmen, jetzt unter dem Namen DMG Mori Seiki, einen Rekordgewinn. Vor allem in der zweiten Jahreshälfte 2014 rechne er mit weiterem Aufwind, sagte der Vorstandschef. Er erwarte ein positives wirtschaftliches Umfeld und ein moderates Wachstum. Der Umsatz werde auf 2,2 Milliarden Euro steigen, der Auftragseingang auf 2,3 Milliarden Euro.

Die größten Maschinenbauer Deutschlands

Platz 10 – Rolls-Royce Power Systems

Umsatz 2012: 3,02 Milliarden Euro

Die deutsche Firma mit Hauptsitz in Friedrichshafen hieß bis Januar 2014 noch Tognum. Sie bietet Dieselmotoren und Antriebssysteme an und ist seit 2007 an der Börse notiert.

Platz 9 – SMS Group

Umsatz 2012: 3,24 Milliarden Euro

Die SMS Group ist der Dachgesellschaft SMS Holding GmbH untergeordnet und verarbeitet Stahl und Nichteisenmetalle. Alleinaktionär ist die Familie um den deutschen Unternehmer Heinrich Weiss.

Platz 8 – MAN

Umsatz 2012: 4,26 Milliarden Euro (MAN Power Engineering)

Die „Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg“ wurde bereits 1758 gegründet und war zunächst für Eisenverarbeitung zuständig. Seit 2011 hält Volkswagen die Mehrheit am Konzern.

Platz 7 – Knorr-Bremse

Umsatz 2012: 4,3 Milliarden Euro

Das größte Unternehmen für Bremssysteme von Schienen- und Nutzfahrzeugen wurde 1905 gegründet und ist nicht an der Börse notiert. Der Hauptsitz liegt in München.

Platz 6 – Kion

Umsatz 2012: 4,73 Milliarden Euro

Die Wiesbadener Kion Group wurde 2006 gegründet, baut Gabelstapler und Lagertechnikgeräte. Sie ging aus der Linde AG hervor und ist seit 2013 an der Börse.

Platz 5 – Thyssen-Krupp

Umsatz 2012: 5,64 Milliarden Euro (Thyssen-Krupp Industrial Solutions)

Deutschlands größter Stahlkonzern sitzt in Essen und entstand 1999 in Folge der Fusion von Hoesch-Krupp und Thyssen. Die historischen Wurzeln reichen in die Phase der industriellen Revolution in Deutschland zurück.

Platz 4 – Gea

Umsatz 2012: 5,72 Milliarden Euro

Das börsennotierte Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf und ist auf die Herstellung von Prozesstechnik und Komponenten im Maschinenbau spezialisiert. Es wurde 1881 gegründet.

Platz 3 – Voith

Umsatz Geschäftsjahr 2012/13: 5,73 Milliarden Euro

Die Wurzeln des Heidenheimer Maschinenbau-Unternehmens gehen bis in das Jahr 1867 zurück. Voith befindet sich im Besitz der Gründerfamilie. Das Unternehmen beliefert unter anderem Wasserwerke, Automobilhersteller und die Papierindustrie.

Platz 2 – Linde

Umsatz 2012: 15,28 Milliarden Euro

Die Linde Group sitzt in München und betreibt weltweit ihr Kerngeschäft mit Gasen und Prozess-Anlagen. Das 1879 gegründete Unternehmen ist börsennotiert und im Dax gelistet.

Platz 1 – Siemens

Umsatz Geschäftsjahr 2012/13: 18,59 Milliarden Euro (Siemens Industry)

Das Dax-Unternehmen mit Sitz in Berlin und München ist Deutschlands größter Technologiekonzern. Die Firma wurde 1847 von Werner Siemens gegründet und setzt den Fokus auf Elektrotechnik.

Im Geschäftsjahr 2013 kletterte der Umsatz um ein Prozent auf knapp über zwei Milliarden Euro. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 93,2 Millionen Euro (plus 13 Prozent). „Wir haben noch nie so viel verdient“, sagte Kapitza. Der Konzern habe alle Ziele erreicht.

Kapitza warnte vor dem Hintergrund der Krise in der Ukraine eindringlich vor übereilten Sanktionen gegen Russland. „Die ersten Loser wären wir selbst.“ In Deutschland wären rund 300 000 Arbeitsplätze im High-Tech-Bereich gefährdet.

Auf das Unternehmen selbst habe die Krise derzeit noch keine Auswirkungen, sagte Kapitza. Das Werk im russischen Uljanowsk solle wie geplant bis Anfang 2015 fertig sein. Die Investitionen seien über die KfW abgesichert. Der russische Markt trage etwa 100 Millionen Euro zum Gesamtumsatz bei.

Von

dpa

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