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13.09.2013

16:27 Uhr

Werkzeugmaschinenbauer

Gildemeister will mit frischem Geld expandieren

Mehr als 200 Millionen Eure haben die Anteilseigner Gildemeister gegeben. Damit will der Werkzeugmaschinenbauer wachsen. Vor allem die Aktivitäten in Russland sollen ausgebaut werden.

Ein Mitarbeiter der Gildemeister AG kontrolliert im Werk in Bielefeld ein Werkzeugscheibenmagazin. dpa

Ein Mitarbeiter der Gildemeister AG kontrolliert im Werk in Bielefeld ein Werkzeugscheibenmagazin.

DüsseldorfDer Werkzeugmaschinenbauer Gildemeister hat bei seinen Aktionären rund 210 Millionen Euro eingesammelt und will nun das Wachstum im Ausland ankurbeln. 99,6 Prozent der Bezugsrechte seien bei der Barkapitalerhöhung ausgeübt worden, teilte Gildemeister am Freitag mit. Um den Aktionären die Sache schmackhaft zu machen, hatte das Management einen Bezugspreis mit einem Abschlag auf den Kurs angeboten. Dieser lag am Freitag bei 18,65 Euro, der Bezugspreis hatte 14,50 Euro betragen.

Mit den Einnahmen wollen die Bielefelder vor allem ihre Aktivitäten in Russland ausbauen und ein Produktions- und Montagewerk in Uljanowsk – 700 Kilometer westlich von Moskau – errichten, wie Gildemeister bereits angekündigt hatte. Aber auch die Modernisierung bestehender Werke steht auf der Agenda. Gildemeister und sein japanischer Partner Mori Seiki, der seine Bezugsrechte vollständig ausgeübt hatte, um seinen Anteil konstant zu halten, expandieren seit Jahren weltweit. Ziel ist es, vor Ort zu produzieren, um nicht teurer zu sein als die lokalen Konkurrenten. „Wir können die Maschinen nicht nur von Deutschland und Japan in die ganze Welt transferieren“, hatte Konzernchef Rüdiger Kapitza im Frühjahr erklärt.

Nach Ansicht der Analysten des Research-Hauses Montega gibt es für Gildemeister etwa in Russland und Brasilien großes Wachstumspotenzial. Der Konzern könne mit einer Produktion vor Ort zudem die Logistikkosten deutlich drücken und die Gewinnmargen so in die Höhe treiben.

Gildemeister hatte den Anteil an Mori Seiki zuletzt auf rund 9,6 Prozent aufgestockt. Die Japaner halten ihrerseits etwa 25 Prozent an dem deutschen Unternehmen.

Von

rtr

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