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18.01.2007

12:25 Uhr

dpa-afx LUXEMBURG/WIESBADEN. Der Kohlenstoffhersteller SGL Carbon dürfte um ein Wettbewerbsbußgeld der EU-Kommission wegen Absprachen bei bestimmten Produkten wohl kaum herumkommen. Im Berufungsverfahren schlug der Gutachter des Europäischen Gerichtshofes (Eugh), Ján Mazák, am Donnerstag in Luxemburg vor, die Klage des Wiesbadener Unternehmens gegen das bereits verminderte Strafgeld von 18,45 Mill. Euro abzuweisen. Ein Urteil wird in den kommenden Monaten erwartet. Das Gericht folgt in seinen Entscheidungen häufig den Gutachten der so genannten Generalanwälte. (Az.: C-328/05)

In der ersten Instanz war das Bußgeld um 9,3 Mill. Euro herabgesetzt worden. Das Gericht hatte damals festgestellt, der von der Kommission verwendete Ausgangsbetrag für die Berechnung der Strafe sei falsch gewesen. Das Unternehmen produziert vor allem Grafitelektroden für die Stahlerzeugung. Die Kommission hatte im Dezember 2002 ein Kartell von acht Konzernen belangt, die den Wettbewerb zwischen 1993 und 1998 durch Absprachen unterlaufen hatten. Insgesamt verhängte die Behörde 60,6 Mill. Euro an Strafgeldern. SGL Carbon hatte dann die Höhe des Bußgeldes vor Gericht angefochten.

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