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01.10.2013

22:23 Uhr

„Wichtiger Zukunftsmarkt“

Daimler baut wieder Autos in Brasilien

Deutschlands Autobauer setzen auf Brasilien. Dort boomt zumindest der Automarkt. BMW und Audi werden lokal produzieren. VW ist schon lange da. Nun baut auch Daimler wieder Autos im Samba-Land.

Die neue Generation der C-Klasse für den lokalen Markt soll in Brasilien gebaut werden. gms

Die neue Generation der C-Klasse für den lokalen Markt soll in Brasilien gebaut werden.

Stuttgart/São PauloDaimler wird in Brasilien wieder Autos produzieren. Wie der Dax-Konzern am Dienstag in Stuttgart mitteilte, sollen dort von 2016 die ersten Fahrzeuge vom Band laufen. In einem neuen Werk in Iracemápolis bei São Paulo sollen demnach künftig die neue Generation der C-Klasse und der kompakte Geländewagen GLA für den lokalen Markt gebaut werden. Die Schwaben investieren in den Bau des Werks nach eigenen Angaben rund 170 Millionen Euro.

„Brasilien ist ein wichtiger Zukunftsmarkt“, erklärte Produktionschef Andreas Renschler. „Mit der lokalen Fertigung stellen wir uns dem Wettbewerb und greifen an.“ Den Angaben zufolge sollen in dem Montagewerk jährlich bis zu 20 000 Fahrzeuge produziert werden. Am Standort werden rund 1000 neue Arbeitsplätze geschaffen, hinzu kommen 3000 Stellen, die bei Lieferanten entstehen sollen.

Bis spätestens 2020 will Mercedes-Benz die Nummer 1 auf Brasiliens Markt für Premium-Autos sein. Dieses ehrgeizige Ziel, das unter anderem auch Audi verfolgt, gab Renschler aus. Er und Mercedes-Benz-Brasilien-Chef Philipp Schiemer hatten zuvor mit Staatschefin Dilma Rousseff einen Rahmenvertrag für das neue Engagement der Stuttgarter unterschrieben, die bereits Lkw und Omnibusse in dem südamerikanischen Land produzieren.

„Brasilien ist schon unter den ersten fünf Top-Auto-Märkten der Welt und auf dem Weg zu den Top-Drei. Bis 2020 wird der Automarkt (in Brasilien) vermutlich um 50 Prozent wachsen“, sagte Renschler. „Mit der lokalen Fertigung stellen wir uns dem Wettbewerb und greifen an.“ Auch Audi und BMW werden künftig für den Premium-Markt in Brasilien produzieren. Mercedes investiert in einem ersten Schritt rund 170 Millionen Euro in das neue Werk in Iracemápolis bei São Paulo, wo 2016 die ersten Autos vom Band rollen sollen.

Brasilien ist weltweit der viertgrößte Automarkt. Auch Audi und BMW werden dort künftig produzieren beziehungsweise die Produktion wieder aufnehmen.

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Mercedes-Benz hatte bis 2005 in dem Werk Juiz de Fora (Bundesstaat Minas Gerais) die erste Generation der A-Klasse und für kurze Zeit auch den CLC gebaut.

Aktuell haben die Stuttgarter in São Bernardo do Campo das nach eigenen Angaben größte Werk außerhalb Deutschlands. An dem Standort werden Lkw, Busfahrgestelle und Aggregate sowie Lkw-Fahrerhäuser gebaut. In dem früheren Auto-Werk Juiz de Fora wird im Nutzfahrzeugbereich unter anderem der Actros sowie der leichte Lastwagen Accelo produziert.

Auf dem Omnibus-Markt ist das Unternehmen in Brasilien mit einem Anteil von rund 50 Prozent Marktführer. Durch die Wiederaufnahme der Pkw-Produktion in Brasilien würde Mercedes-Benz die hohen Zölle von 30 Prozent auf Importautos umgehen.

Auch Audi hatte vor zwei Wochen die Wiederaufnahme der Produktion ab September 2015 in Brasilien verkündet. BMW baut derzeit in Südbrasilien ein Werk, das 2014 in Betrieb gehen soll. Alle drei deutschen Autobauer haben den Premium-Markt im Visier, der bis 2020 um bis zu 170 Prozent wachsen soll. Europas größter Autobauer VW baut schon seit Jahrzehnten Autos in Brasilien.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Brasilianer

01.10.2013, 20:59 Uhr

Was müssen meine Augen da lesen? "Im Samba-Land"... Wieso schreibt ihr nicht gleich im Land der Frauen mit den geilen Ärschen? So langsam müsste man doch diese Klischees überwunden haben.

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