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07.03.2011

08:14 Uhr

Wieder Gewinn

Salzgitter gelingt das Comeback

Salzgitter ist 2010 wie erwartet in die Gewinnzone zurückgekehrt. Allerdings ist Deutschlands zweitgrößter Stahlproduzent noch weit von der Form früherer Jahre entfernt. Und auch die Prognose enttäuscht.

Nicht mehr von der Rolle: Salzgitter macht wieder Gewinn. Quelle: dpa

Nicht mehr von der Rolle: Salzgitter macht wieder Gewinn.

Salzgitter

Auch nach der Rückkehr in die schwarzen Zahlen traut der Stahlkonzern Salzgitter dem Aufschwung nicht so recht. Das niedersächsische Unternehmen stellte am Montag für das laufende Jahr eine Verdoppelung des Gewinns auf mehr als 100 Millionen Euro in Aussicht. Das liegt allerdings deutlich unter den Erwartungen der Analysten, die im Schnitt auf fast 300 Millionen Euro gehofft hatten. Das ließ die Salzgitter-Aktie um 2,6 Prozent auf 56,37 Euro abbröckeln. Das Unternehmen sei "ängstlich", kritisierte ein Händler.

Das Unternehmen aus Salzgitter rechtfertigte die vorsichtige Ergebnisprognose. Die möglichen Ausschläge seien groß: Schon wenn die Marge nur um 25 Euro je Tonne niedriger ausfalle, könne dies - bei einem Absatz von zwölf Millionen Tonnen Stahlerzeugnissen im Jahr - das Ergebnis um 300 Millionen Euro drücken, und umgekehrt. 2010 übertraf Salzgitter mit einem Gewinn vor Steuern von knapp 49 Millionen Euro leicht die Schätzungen. Der Konzern hatte in der Wirtschaftskrise 2009 mit fast 500 Millionen Euro tiefrote Zahlen geschrieben. Während alle Stahlhersteller nach überstandener Krise für die Automobil- und Bauindustrie sowie den Maschinenbau schon wieder auf Hochtouren produzieren, kämpfte Salzgitter bis weit ins Jahr hinein in Teilbereichen mit steigenden Rohstoffkosten und mit niedrigen Preisen.

Den Umsatz steigerte der Konzern 2010 um sechs Prozent auf 8,3 Milliarden Euro. Einen größeren Schub erwartet Salzgitter in diesem Jahr: Mit einem Zuwachs von 15 bis 20 Prozent könnte der Umsatz dann sogar an zehn Milliarden Euro heranreichen. Die Wirtschaftsvereinigung Stahl erwartet in Deutschland für 2011 eine Steigerung der Rohstahlproduktion um zwei Prozent auf 44,5 Millionen Tonnen. Weltmarktführer ArcelorMittal und der deutsche Branchenprimus ThyssenKrupp hatten schon 2010 kräftig zugelegt. Die Hochöfen von ThyssenKrupp sind bis Ende Juni voll ausgelastet.

Bei Salzgitter brummte vor allem die Produktion von Flachstahl und Grobblech im vergangenen Jahr wieder und trieb den Umsatz im Stahlgeschäft um mehr als ein Drittel nach oben.

Weil die Erlöse aber erst ab Mitte 2010 wieder anzogen und am Bau kaum mehr Profilstahl und Spundwände gebraucht wurden, schrieb der Stahlbereich noch rote Zahlen - und zwar mehr als erwartet. Das soll sich 2011 aber ändern. Der Stahlhandel kehrte im vergangenen Jahr in die Gewinnzone zurück, wogegen Salzgitter im Röhrengeschäft deutlich weniger verdiente. Auch 2011 sei bei Röhren mit weiter sinkenden Gewinnen zu rechnen.

Der Getränkeverpackungshersteller Klöckner-Werke schrieb trotz eines Umsatzsprungs um 22 Prozent noch Verluste, für das laufende Jahr rechnet Salzgitter bei seiner Tochter mit einer schwarzen Null. Die Beteiligung an der Kupferhütte Aurubis warf anteilig 34 Millionen Euro ab.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Profit

07.03.2011, 11:24 Uhr

Die Zahlen sind grottenschlecht und werfen ein schlechtes Bild auf das Top-Management!

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