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10.08.2011

22:36 Uhr

Wilhelmshaven

Verkauf von Erdöl-Raffinerie vor Abschluss

Deutschlands zweitgrößte Erdöl-Raffinerie in Wilhelmshaven dürfte bald zum niederländischen Unternehmen Hestya Energy gehören. Noch gehört sie zum US-Ölkonzern ConocoPhillips.

Tanklastwagen auf dem Gelände der Raffinerie in Wilhelmshaven. Quelle: dpa

Tanklastwagen auf dem Gelände der Raffinerie in Wilhelmshaven.

WilhelmshavenDer Verkauf von Deutschlands zweitgrößter Erdöl-Raffinerie in Wilhelmshaven an das niederländische Unternehmen Hestya Energy ist so gut wie perfekt. „Ich kann bestätigen, dass wir entsprechende Vereinbarungen unterschrieben haben“, sagte eine Sprecherin des US-Ölkonzerns ConocoPhillips, dem die Raffinerie derzeit gehört, am Mittwochabend der Nachrichtenagentur dpa. Der Preis war noch nicht bekannt. Die Produktion in der Raffinerie steht seit Oktober 2009 still.

Hinter Hestya Energy stehen zwei Investmentgesellschaften. Das Unternehmen hatte bereits zuvor erklärt, die Raffinerie übernehmen zu wollen. Es sei eine Vereinbarung unterzeichnet worden, das Geschäft später in diesem Jahr abzuschließen, hieß es in einer Erklärung auf der Webseite des niederländischen Unternehmens.

„Die Raffinerie in Wilhelmshaven bietet zahlreiche geografische und logistische Vorteile einschließlich des Tiefwasserhafens und hat eine strategische Position, um die wachsende regionale Nachfrage zu befriedigen“, erklärte Hestya-Energy-Chef Christian B. Cleret.

Die Erdöl-Raffinerie hat rund 350 Beschäftigte und eine Kapazität von 26.000 Barrel pro Tag (ein Barrel etwa 159 Liter). In der Anlage können nach Angaben der Wilhelmshavener Raffineriegesellschaft mbH 170 verschiedene Öl-Produkte wie Propan, Butan, Benzin oder Diesel hergestellt werden. Diese wurden zuletzt in verschiedene europäische Länder und die USA exportiert. Auf dem Gelände stehen mehr als 60 Tanks. Die Produkte können mit Tankschiffen, Eisenbahnwaggons oder Lastwagen abtransportiert werden. Gut 90 Prozent macht der Schiffstransport aus.

Von

dpa

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