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22.08.2012

11:57 Uhr

Windanlagenbauer

Vestas streicht weitere 1400 Stellen

Bereits zum Beginn des Jahres hat der Windanlagenbauer mehr als 2300 Arbeitsplätze gestrichen. Nun kommen 1400 Stellen hinzu. Arbeiten werden an Zulieferer ausgelagert. Vestas möchte so seinen Verlust begrenzen.

Vestas Windräder in der Nähe von Kopenhagen. AFP

Vestas Windräder in der Nähe von Kopenhagen.

Kopenhagen Der krisengebeutelte dänische Windanlagenbauer Vestas will bis zum Jahresende weitere 1400 Stellen streichen und damit 250 Millionen Euro einsparen. Dies teilte der Nordex-Konkurrent am Mittwoch in Kopenhagen zusammen mit endgültigen Zahlen für das zweite Quartal mit. Bereits Anfang des Jahres waren mehr als 2300 Arbeitsplätze weggefallen.

Zwischen April und Juni konnten die Dänen ihren Verlust unter dem Strich bereits auf 8 Millionen Euro begrenzen. Vor einem Jahr war noch ein Minus von 71 Millionen Euro verbucht worden. Die bereits Ende Juli veröffentlichten Werte für Umsatz und operativen Gewinn wurden bestätigt. Demnach stiegen die Erlöse um 15 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro und vor Zinsen und Steuern (EBIT) schaffte es Vestas mit 18 Millionen Euro zumindest operativ wieder in die schwarzen Zahlen.

Neben den Entlassungen sucht Vestas nach Möglichkeiten, Arbeiten an seine Zulieferer auszulagern. Damit solle die Flexibilität in der Fertigung erhöht und der Kapitalbedarf reduziert werden. Mittlerweile sei der Bestand an festen Bestellungen für Windkraftanlagen und Serviceleistungen so hoch wie noch nie, hieß es vom Unternehmen. Doch die gesamte Branche leidet unter Überkapazitäten und dem damit verbundenen Preisverfall. Das Unternehmen beschäftigte Ende Juni weltweit rund 21 800 Mitarbeiter.

Von

dpa

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