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12.01.2010

07:08 Uhr

Windkraft

Repower legt Grundstein für Expansion nach Nordamerika

VonMartin Murphy , Georg Weishaupt

ExklusivDer Windkraftanlagenbauer Repower will seine Position auf dem wichtigen US-Markt stärken. Nach dem Abschluss einer Vertriebsvereinbarung mit dem Mehrheitsaktionär Suzlon wollen die Hamburger dort ein Werk errichten.

Repower setzt auf Nordamerika. Quelle: ap

Repower setzt auf Nordamerika.

FRANKFURT/DÜSSELDORF. Vorstandschef Per Hornung Pedersen sagte dem Handelsblatt: „Der Aufbau einer eigenen Produktion in den USA ist ein Thema, über das wir in diesem Jahr eine Entscheidung fällen wollen.“

Er will mit der Fabrik die Kapazitäten erhöhen und Währungsverluste verringern. Bislang beliefert Repower den US-Markt von Europa aus. Allerdings schmälert der gegenüber dem Dollar starke Euro die Margen. Auch andere Unternehmen sehen dieses Problem und erhöhen daher den Anteil ihrer Fertigung im Dollar-Raum. So verlegt Daimler Teile der Produktion für die C-Klasse in die USA.

Die Vereinigten Staaten gelten als der Zukunftsmarkt für die Windkraftindustrie. Die Regierung von Präsident Barack Obama will den Anteil der erneuerbaren Energien am Strommix deutlich erhöhen. Für die kommenden Jahre rechnet der Branchenverband Global Wind Energy Council (GWEC) daher mit einem kräftigen Wachstum.

Enge Kooperation mit Großaktionär

Um den Anschluss an die Wettbewerber General Electric, Siemens und Vestas zu halten, setzt Pedersen auf eine Zusammenarbeit mit Suzlon. Die Inder, mit 91 Prozent größter Aktionär der Hanseaten, sollen für Repower Kunden gewinnen. Pedersen betonte aber, dass die Vereinbarung keine Kooperation sei. „Suzlon agiert als reiner Vertriebskanal. Die Kunden schließen die Verträge mit Repower.“

Ziel der Zusammenarbeit ist es, den US-Markt schneller zu erschließen. „Wir haben rund 50 Mitarbeiter in dem Land; Suzlon hat mehr als zehnmal so viel.“ Das indische Unternehmen verfüge zudem über eine langjährige Erfahrung in dem Markt und die entsprechenden Kundenkontakte.

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