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26.01.2010

09:16 Uhr

Windkraftanlagenbauer

Nordex startet Aufholjagd

VonGeorg Weishaupt

Unternehmenschef Richterich will den Umsatz bis 2014 vervierfachen. Um das ambitionierte Ziel zu erreichen, muss Nordex jedes Jahr durchschnittlich 25 bis 30 Prozent wachsen. Dazu braucht das Unternehmen modernere Managementmethoden und neue Produkte.

Der Windkraftanlagenbauer will den Umsatz bis 2014 auf 4,5 bis fünf Milliarden Euro vervierfachen. dpa

Der Windkraftanlagenbauer will den Umsatz bis 2014 auf 4,5 bis fünf Milliarden Euro vervierfachen.

DÜSSELDORF. Für Nordex steht viel auf dem Spiel. "Wir müssen deutlich schneller wachsen als der Markt, um unsere Ziele zu erreichen", sagte Thomas Richterich dem Handelsblatt.

So will Richterich das langfristige Überleben des Unternehmens aus Norderstedt bei Hamburg sichern. Denn gegenüber Schwergewichten wie der dänischen Vestas, dem US-Konzern General Electric und dem deutschen Konkurrenten Enercon ist Nordex noch klein. In Deutschland lag es zuletzt (2008) auf Platz vier und weltweit auf Rang zehn.

Um das ambitionierte Ziel zu erreichen, muss Nordex jedes Jahr durchschnittlich 25 bis 30 Prozent wachsen. Für den Weltmarkt prognostizieren die Analysten der dänischen BTM Consult für die nächsten Jahre nur ein Plus von durchschnittlich 15,7 Prozent.

Richterich weiß, dass er sich viel vorgenommen hat. Er setzt stark auf das Geschäft außerhalb Europas. Im vergangenen Jahr kamen erst 20 Prozent des Umsatzes (1,2 Mrd. Euro) aus diesen Märkten. In fünf Jahren sollen es bereits 40 bis 50 Prozent sein. Er baut auf China und vor allem auf den US-Markt: "Wir wollen ab Spätsommer in den USA Turbinen fertigen." Kritische Stimmen verweisen darauf, dass große Konkurrenten wie Siemens und Vestas einen deutlichen Zeitvorsprung haben und längst vor Ort produzieren.

Mit der Internationalisierung alleine ist es jedoch nicht getan. Richterich muss auch den Vertrieb neu aufstellen, weil statt Projektentwicklern immer mehr Industrieunternehmen und Energieversorger die Windkraftanlagen kaufen. "Es gab in den vergangenen Jahren nie ein Absatzproblem für Nordex, weil der Markt so schnell wuchs", sagt Katharina Cholewa, Analystin der WestLB. Jetzt müsse das Unternehmen vor allem in den USA Stromerzeuger als Kunden gewinnen. Und da konkurriere Nordex mit Schwergewichten wie Siemens und General Electric.

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