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24.02.2012

19:12 Uhr

Windkraftfirma

SIAG Schaaf rechnet mit tiefroten Zahlen

Der Windanlagenhersteller SIAG Schaaf rechnet für das Jahr 2011 mit einem immensen Verlust. Dieser liege „in Höhe von mindestens der Hälfte des Grundkapitals“, hieß es von SIAG.

Der Windanlagenhersteller SIAG Schaaf rechnet für 2011 mit einem hohen Verlust. dpa

Der Windanlagenhersteller SIAG Schaaf rechnet für 2011 mit einem hohen Verlust.

DüsseldorfDer Windanlagenhersteller SIAG Schaaf kämpft mit hohen Verlusten. Die SIAG Schaaf Industrie AG teilte am Freitag mit, sie erwarte für 2011 einen Verlust „in Höhe von mindestens der Hälfte des Grundkapitals“. „Wir verfügen jedoch über erhebliche Reserven, so dass der Bestand des Unternehmens nicht gefährdet ist“, erklärte ein Sprecher.

Der zu erwartende Jahresverlust resultiere „aus Verzögerungen bei der Projektabwicklung“. Zur genauen Höhe der Verluste machte das Unternehmen mit rund 1800 Beschäftigten keine Angaben.

Bereits in den ersten neun Monaten 2011 war das Unternehmen aus Dernbach im Westerwald tief in die roten Zahlen gerutscht. Damals verzeichnete SIAG Schaaf einen Verlust von 11,5 Millionen Euro, das Eigenkapital brach von 16 Millionen Euro auf 4,4 Millionen Euro ein.

SIAG Schaaf beliefert Hersteller von Windkraftanlagen. Das Unternehmen hatte vor zwei Jahren den größten Teil der Emder Nordseewerke von ThyssenKrupp übernommen. Dort werden Komponenten für Windräder gefertigt, die auf hoher See errichtet werden.

Die Windkraft-Branche leidet unter Überkapazitäten am Markt. Das sorgt für Preis- und Margendruck. Auch der Anschluss der Windparks auf hoher See ans Stromnetz stellt die Branche vor Schwierigkeiten. Die Energiekonzerne E.ON und RWE hatten deshalb zuletzt vor Investitionsunsicherheit gewarnt und die Befürchtung geäußert, die ehrgeizigen Windkraft-Ausbaupläne der Bundesregierung könnten scheitern.

Von

rtr

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