Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

02.05.2012

13:44 Uhr

Windturbinen-Hersteller

Vestas schockiert Anleger mit Millionenverlust

Für den weltweit größten Windturbinen-Hersteller Vestas wird die Lage immer bedrohlicher. Das Unternehmen häufte im ersten Quartal einen Verlust von fast 250 Millionen Euro an. Anleger und Analysten sind entsetzt.

Windturbine von Vestas. dpa

Windturbine von Vestas.

KopenhagenDer weltgrößte Windturbinen-Hersteller Vestas rutscht immer weiter in die Krise. Hohe Kosten und verzögerte Projekteinnahmen drückten den dänischen Konzern zu Jahresanfang noch tiefer in die roten Zahlen. Nach Angaben vom Mittwoch weitete sich der Verlust auf 245 Millionen Euro aus. Vor einem Jahr war das Minus mit 69 Millionen Euro noch nicht einmal ein Drittel so groß.

Branchenexperten hatten die Lage bei Vestas nicht so gravierend eingeschätzt und äußerten sich entsetzt. "Das sieht alles schrecklich aus", sagte Michael Friis von der Alm Brand Bank. Die Aktie stürzte an der Kopenhagener Börse um zehn Prozent ab.

Die gesamte Branche hat derzeit schwer mit Überkapazitäten wegen einer schleppenden Entwicklung des Marktes sowie der Streichung staatlicher Förderungen für erneuerbare Energien zu kämpfen. Der Marktführer musste deshalb zur Jahreswende innerhalb weniger Monate zwei Gewinnwarnungen ausgeben.

Im Januar gab das Unternehmen zudem eine große Umbesetzung des Managements und Pläne zur Streichung von mehr als 2300 Stellen bekannt. Die Probleme der Branche haben sich zu Jahresanfang auch beim Rivalen Siemens deutlich in der Bilanz niedergeschlagen.

Vestas-Aktien büßten im vergangenen Jahr zwei Drittel ihres Wertes ein. Berichte über ein angebliches Kaufinteresse zweier chinesischer Rivalen trieben den Aktienkurs Mitte April vorübergehend um knapp 20 Prozent in die Höhe.

Windkraft in der Türkei

Video: Windkraft in der Türkei

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Von

rtr

Kommentare (9)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Emil

02.05.2012, 13:54 Uhr

Warum sollen nur deutsche Hersteller den Bach runtergehen? China steckt alle in die Tasche.
Der eingeschlagene Weg der sogenannten Energiewende verspielt unsere Ersparnisse und wird noch unsere Kinder belasten. Wer kann das wirklich noch wollen?

bakauv

02.05.2012, 14:24 Uhr

Unsere Kinder werden vor allem dadurch belastet, wenn wir keine Energiewende realisieren und weiter die Umwe3lt belasten. Wer glaubt: AUGEN ZU UND DURCH wird sich wundern, wenn er/sie wieder die Augen öffnet. Es geht um eine Bewertung der Kosten, denn Kosten werden so oder so anfallen. Zahlen wir oder unsere Kinder?

Emil

02.05.2012, 15:05 Uhr

Wodurch belasten wir die Umwelt? Ich sehe nur eine Verarmung in der Natur (Tiere und Pflanzen) durch Maismonokulturen, Sondermüll auf den Hausdächern und Vogelmassenmord durch Windräder die auch noch die Lebensqualität durch Druckschwankungen, Diskoeffekte und Lärm mindern.
Derweil bauen unsere Nachbarn die umweltfreundliche Kernkraft aus, denn die Endlagerfrage ist gelöst.
Auch Öl und Gas als nachwachsende Rohstoffe werden weiterhin eine grosse Rolle spielen. (mal nach Erdölschwindel googeln) bakauv
Wir ruinieren die finanzielle Zukunft unsrer Kinder durch einen gigantischen Schuldenberg der durch die Klimalüge und die Energiewende noch verstärkt wird.
Wer das nicht sieht ist blind.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×