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28.02.2014

10:23 Uhr

Windturbinenbauer

Nordex findet zurück in die Erfolgsspur

Eine ausgelastete Turbinenproduktion und Kostensenkungen sorgen dafür, dass Nordex nach zwei Jahren wieder schwarze Zahlen schreibt. Prompt legte die Aktie des Windturbinenbauers zu. Der Gewinn soll weiter steigen.

Windturbinen des Maschinenbauers Nordex in Rostock: Nach zwei Jahren findet das Unternehmen zurück in die Erfolgsspur. dpa

Windturbinen des Maschinenbauers Nordex in Rostock: Nach zwei Jahren findet das Unternehmen zurück in die Erfolgsspur.

DüsseldorfNordex hat die Wende geschafft: Der Windturbinenbauer kehrt nach zwei verlustreichen Jahren in die Gewinnzone zurück. Neben Kostensenkungen hätten dies florierende Geschäfte in Europa und dem Nahem Osten (EMEA) ermöglicht, teilte der Hamburger Konzern am Freitag mit. Die Turbinenproduktion sei voll ausgelastet. „Jetzt kommt es darauf an, den Erfolg zu verstetigen und vor allem unser mittelfristiges Ziel - einer weiter steigenden Profitabilität - zu erreichen“, sagte Nordex-Chef Jürgen Zeschky.

Operativ verdiente Nordex im vergangenen Jahr 44,3 Millionen Euro nach einem Verlust von 61 Millionen 2012. Der Umsatz stieg um 33 Prozent auf 1,429 Milliarden Euro. Der Auftragseingang erreichte die Rekordmarke von 1,5 (Vorjahr: 1,268) Milliarden Euro. Die Anleger honorierten die Geschäftszahlen: Die Aktie legte um gut fünf Prozent auf 11,35 Euro zu und führte damit die Gewinnerliste im TecDax an.

Für das laufende Jahr gab Zeschky keine Prognose. Nordex-Finanzvorstand Bernard Schäferbarthold hatte allerdings zuletzt im Reuters-Interview für 2014 einen Auftragseingang auf der Rekordhöhe des Vorjahres in Aussicht gestellt. Für 2015 rechnet er wegen der geplanten Förderkürzungen auf dem Heimatmarkt zwar mit einem deutlichen Rückgang der Nachfrage ebenso wie in den USA, wo ebenfalls Vergünstigungen auslaufen.

„Das wird aber durch andere Märkte wie Großbritannien, Irland und Skandinavien sowie der Türkei, Frankreich und Südafrika ausgeglichen.“ Nordex will dann das Umsatzziel von 1,5 Milliarden Euro und eine operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) von fünf Prozent schaffen.

Die größten Maschinenbauer Deutschlands

Platz 10 – Rolls-Royce Power Systems

Umsatz 2012: 3,02 Milliarden Euro

Die deutsche Firma mit Hauptsitz in Friedrichshafen hieß bis Januar 2014 noch Tognum. Sie bietet Dieselmotoren und Antriebssysteme an und ist seit 2007 an der Börse notiert.

Platz 9 – SMS Group

Umsatz 2012: 3,24 Milliarden Euro

Die SMS Group ist der Dachgesellschaft SMS Holding GmbH untergeordnet und verarbeitet Stahl und Nichteisenmetalle. Alleinaktionär ist die Familie um den deutschen Unternehmer Heinrich Weiss.

Platz 8 – MAN

Umsatz 2012: 4,26 Milliarden Euro (MAN Power Engineering)

Die „Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg“ wurde bereits 1758 gegründet und war zunächst für Eisenverarbeitung zuständig. Seit 2011 hält Volkswagen die Mehrheit am Konzern.

Platz 7 – Knorr-Bremse

Umsatz 2012: 4,3 Milliarden Euro

Das größte Unternehmen für Bremssysteme von Schienen- und Nutzfahrzeugen wurde 1905 gegründet und ist nicht an der Börse notiert. Der Hauptsitz liegt in München.

Platz 6 – Kion

Umsatz 2012: 4,73 Milliarden Euro

Die Wiesbadener Kion Group wurde 2006 gegründet, baut Gabelstapler und Lagertechnikgeräte. Sie ging aus der Linde AG hervor und ist seit 2013 an der Börse.

Platz 5 – Thyssen-Krupp

Umsatz 2012: 5,64 Milliarden Euro (Thyssen-Krupp Industrial Solutions)

Deutschlands größter Stahlkonzern sitzt in Essen und entstand 1999 in Folge der Fusion von Hoesch-Krupp und Thyssen. Die historischen Wurzeln reichen in die Phase der industriellen Revolution in Deutschland zurück.

Platz 4 – Gea

Umsatz 2012: 5,72 Milliarden Euro

Das börsennotierte Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf und ist auf die Herstellung von Prozesstechnik und Komponenten im Maschinenbau spezialisiert. Es wurde 1881 gegründet.

Platz 3 – Voith

Umsatz Geschäftsjahr 2012/13: 5,73 Milliarden Euro

Die Wurzeln des Heidenheimer Maschinenbau-Unternehmens gehen bis in das Jahr 1867 zurück. Voith befindet sich im Besitz der Gründerfamilie. Das Unternehmen beliefert unter anderem Wasserwerke, Automobilhersteller und die Papierindustrie.

Platz 2 – Linde

Umsatz 2012: 15,28 Milliarden Euro

Die Linde Group sitzt in München und betreibt weltweit ihr Kerngeschäft mit Gasen und Prozess-Anlagen. Das 1879 gegründete Unternehmen ist börsennotiert und im Dax gelistet.

Platz 1 – Siemens

Umsatz Geschäftsjahr 2012/13: 18,59 Milliarden Euro (Siemens Industry)

Das Dax-Unternehmen mit Sitz in Berlin und München ist Deutschlands größter Technologiekonzern. Die Firma wurde 1847 von Werner Siemens gegründet und setzt den Fokus auf Elektrotechnik.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

28.02.2014, 10:55 Uhr

Nordex hat von seinen Höchststand von 36 EURO jetzt nur noch einen Wert je Aktie von 11 EURO. Dass nenne ich mal nachhaltig. Und wenn man bei einen Umsatz von 1,4 Millarden nur noch einen Gewinn von 44 Millionen hat, dann stimmt doch da etwas nicht...Hohe Umsatzkosten stehen einen geringen Gewinn gegenüber...

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