Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

26.01.2012

12:24 Uhr

Windturbinenhersteller

Nordex hinkt der Konkurrenz hinterher

Der Hamburger Windturbinenhersteller Nordex hat auf dem Heimatmarkt seine Ziele nicht erreicht. Zudem leidet die ganze Branche unter einem massiven Preisdruck durch hohe Überkapazitäten.

Ein Mitarbeiter in der Montagehalle von Nordex in Rostock. dpa

Ein Mitarbeiter in der Montagehalle von Nordex in Rostock.

DüsseldorfNordex hat 2011 weltweit mehr Windturbinen errichtet als im Jahr zuvor. In Deutschland blieb der Hamburger Konzern aber hinter seinen Erwartungen zurück und hinkte der Konkurrenz hinterher. Mit einem Plus von elf Prozent bei der neu installierten Kraftwerksleistung wuchs Nordex deutlich langsamer als der Markt. Wie Nordex am Donnerstag mitteilte, errichtete der Konzern 2011 weltweit 428 Anlagen, ein Plus von 13 Prozent.

„Aufgrund von Projektverschiebungen konnten wir unsere Ziele in Deutschland nicht voll erreichen“, sagte Vertriebschef Lars Bondo. Starke Orderbücher stimmten ihn aber zuversichtlich, 2012 auf dem Heimatmarkt stärker zu wachsen. Nach Berechnungen des Bundesverbandes Windenergie (BWE) wurden 2011 in Deutschland 895 Turbinen errichtet mit einer Leistung von rund 2000 MW, ein Plus von 30 Prozent.

Unverändert problematisch bleibt die Preisentwicklung: Zwischen 2009 und 2011 seien die Preise um 20 Prozent zurückgegangen, erklärte ein Nordex-Sprecher. Kampfpreise von Konkurrenten, steigende Personalkosten und hohe Kapitalanforderungen beim kostspieligen Bau von Windparks auf See machen Nordex zu schaffen. Die Branche, zu der neben Nordex etwa REpower mit seiner Konzernmutter Suzlon sowie der Branchenprimus Vestas gehören, leidet unter hohen Überkapazitäten, die für Preis- und Margendruck sorgen.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×