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30.01.2007

17:26 Uhr

Winterkorn wendet sich erstmals an die Mitarbeiter

Neuer VW-Chef drängt in Marktlücken

VonCarsten Herz

Der neue VW-Chef Martin Winterkorn will mit der Traditionsmarke neue lukrative Marktlücken besetzen. „So sind unter der Marke Volkswagen über die geplanten Projekte hinaus noch viele attraktive neue Modelle denkbar, die die Autofahrer in aller Welt überzeugen können“, schreibt Winterkorn in einem Extrablatt der Mitarbeiterzeitung „Autogramm“, das am Dienstag in Wolfsburg ausgehängt wurde. Winterkorn wendet sich damit erstmals direkt an die Belegschaft und deutet eine weitere Modelloffensive an.

Martin Winterkorn Foto: dpa dpa

Martin Winterkorn Foto: dpa

FRANKFURT. Bislang sind im Konzern für die kommenden Jahre als Neuheiten ein VW Scirocco, ein Passat Coupé, ein Pick-up, ein Off-Roader auf Golf-Basis namens Tiguan, ein kleineres Cabrio sowie ein sportliches Crossover-Modell zwischen Passat und Phaeton geplant.

Damit scheint die Vorstellungskraft des neuen VW-Chefs aber noch nicht erschöpft zu sein. „Wir von Volkswagen haben in der Vergangenheit mit vielen Modellen – allen voran mit dem ersten Golf – bewiesen, dass wir Trends definieren und erfolgreich im Markt umsetzen können“, schreibt er. Winterkorn reklamierte klar eine Führungsrolle des Konzerns. „Wer im Konzert des globalen Wettbewerbs den Ton angeben will, muss selbstbewusst und offensiv auftreten. Dies werden wir künftig noch stärker tun“, kündigt der Topmanager an, der am 1. Februar auch den VW-Markenvorstand übernimmt.

Porsche-Chef Wendelin Wiedeking ist davon überzeugt, dass VW das Potenzial hat, Toyota anzugreifen. Der japanische Autobauer wird im laufenden Jahr voraussichtlich General Motors (GM) als größten Autobauer der Welt ablösen und gilt in der Branche als Klassenprimus unter den Volumenherstellern.

Der neue Audi-Chef Rupert Stadler sieht durch den Wechsel an der Konzernspitze hingegen keine großen Veränderungen auf die Nobelmarke zukommen. Im Vergleich zu Vorgänger Winterkorn gebe es nur „kleine Unterschiede“, sagte Stadler der „Auto Motor und Sport“.

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