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23.12.2014

15:24 Uhr

Wittur geht an Finanzinvestor

Aufzugteile-Hersteller für 600 Millionen Euro verkauft

Der 1968 gegründete Aufzugteile-Hersteller Wittur ist an den den Finanzinvestor Bain Capital verkauft worden. Laut Insidern beträgt der Kaufpreis 600 Millionen Euro.

Der Aufzugteile-Hersteller Wittur ist für 600 Millionen Euro an den Finanzinvestor Bain Capital verkauft worden. dpa - picture alliance

Der Aufzugteile-Hersteller Wittur ist für 600 Millionen Euro an den Finanzinvestor Bain Capital verkauft worden.

FrankfurtDer bayerische Aufzugteile-Hersteller Wittur gehört künftig dem Finanzinvestor Bain Capital. Die Beteiligungsgesellschaft bekam den Zuschlag für das Unternehmen aus Sulzemoos bei München, wie der bisherige Mehrheitseigentümer Triton am Dienstag mitteilte.

Zwei mit dem Bieterprozess vertraute Personen bezifferten den Kaufpreis auf annähernd 600 Millionen Euro. Triton erklärte, über den Preis sei Stillschweigen vereinbart worden, auch Bain wollte sich dazu nicht äußern. Zuletzt war auch noch Baring Private Equity im Rennen um Wittur gewesen.

Das 1968 gegründete Unternehmen produziert Schacht- und Fahrkorb-Türen, Rahmen, Aufzugsmotoren und hydraulische Antriebe und zählt zu seinen Kunden namhafte Aufzugshersteller wie Kone , Otis und Schindler. Es kommt auf einen operativen Gewinn (Ebitda) von rund 70 Millionen Euro.

Der deutsche Finanzinvestor Triton und sein schweizerischer Partner CapVis hatten Wittur vor vier Jahren den Private-Equity-Sparten von Goldman Sachs, Cerberus und Credit Suisse abgekauft. Triton und CapVis hatten vor allem die Internationalisierung in Asien vorangetrieben.

Die größten Maschinenbauer Deutschlands

Platz 10 – Rolls-Royce Power Systems

Umsatz 2012: 3,02 Milliarden Euro

Die deutsche Firma mit Hauptsitz in Friedrichshafen hieß bis Januar 2014 noch Tognum. Sie bietet Dieselmotoren und Antriebssysteme an und ist seit 2007 an der Börse notiert.

Platz 9 – SMS Group

Umsatz 2012: 3,24 Milliarden Euro

Die SMS Group ist der Dachgesellschaft SMS Holding GmbH untergeordnet und verarbeitet Stahl und Nichteisenmetalle. Alleinaktionär ist die Familie um den deutschen Unternehmer Heinrich Weiss.

Platz 8 – MAN

Umsatz 2012: 4,26 Milliarden Euro (MAN Power Engineering)

Die „Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg“ wurde bereits 1758 gegründet und war zunächst für Eisenverarbeitung zuständig. Seit 2011 hält Volkswagen die Mehrheit am Konzern.

Platz 7 – Knorr-Bremse

Umsatz 2012: 4,3 Milliarden Euro

Das größte Unternehmen für Bremssysteme von Schienen- und Nutzfahrzeugen wurde 1905 gegründet und ist nicht an der Börse notiert. Der Hauptsitz liegt in München.

Platz 6 – Kion

Umsatz 2012: 4,73 Milliarden Euro

Die Wiesbadener Kion Group wurde 2006 gegründet, baut Gabelstapler und Lagertechnikgeräte. Sie ging aus der Linde AG hervor und ist seit 2013 an der Börse.

Platz 5 – Thyssen-Krupp

Umsatz 2012: 5,64 Milliarden Euro (Thyssen-Krupp Industrial Solutions)

Deutschlands größter Stahlkonzern sitzt in Essen und entstand 1999 in Folge der Fusion von Hoesch-Krupp und Thyssen. Die historischen Wurzeln reichen in die Phase der industriellen Revolution in Deutschland zurück.

Platz 4 – Gea

Umsatz 2012: 5,72 Milliarden Euro

Das börsennotierte Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf und ist auf die Herstellung von Prozesstechnik und Komponenten im Maschinenbau spezialisiert. Es wurde 1881 gegründet.

Platz 3 – Voith

Umsatz Geschäftsjahr 2012/13: 5,73 Milliarden Euro

Die Wurzeln des Heidenheimer Maschinenbau-Unternehmens gehen bis in das Jahr 1867 zurück. Voith befindet sich im Besitz der Gründerfamilie. Das Unternehmen beliefert unter anderem Wasserwerke, Automobilhersteller und die Papierindustrie.

Platz 2 – Linde

Umsatz 2012: 15,28 Milliarden Euro

Die Linde Group sitzt in München und betreibt weltweit ihr Kerngeschäft mit Gasen und Prozess-Anlagen. Das 1879 gegründete Unternehmen ist börsennotiert und im Dax gelistet.

Platz 1 – Siemens

Umsatz Geschäftsjahr 2012/13: 18,59 Milliarden Euro (Siemens Industry)

Das Dax-Unternehmen mit Sitz in Berlin und München ist Deutschlands größter Technologiekonzern. Die Firma wurde 1847 von Werner Siemens gegründet und setzt den Fokus auf Elektrotechnik.

"Wir sehen nun den richtigen Zeitpunkt für einen Eigentümerwechsel, da viele unserer Wachstumsinitiativen und operativen Verbesserungen erfolgreich umgesetzt wurden", erklärte Triton-Chef Peder Prahl. Bain-Manager Michael Siefke sieht die Chance für Wittur auch in Zukäufen, um die Konzentration in der Branche voranzutreiben. Wie die Autohersteller verlangten auch die Lift-Hersteller nach großen, starken Lieferanten.

Von

rtr

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