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11.07.2012

10:25 Uhr

Xstrata-Abstimmung

Termin für Rohstoff-Fusion scheint beschlossen

Es ist der größte Zusammenschluss der Branche seit 2007: Der Bergbaukonzern Xstrata und der Rohstoff-Gigant Glencore wollen fusionieren. Nun gibt es einen Termin, nachdem die Fusion ins Stocken geraten war.

Schweizer Bergkonzern: Milliardenschwerer Zusammenschluss. Reuters

Schweizer Bergkonzern: Milliardenschwerer Zusammenschluss.

LondonDer Bergbaukonzern Xstrata erwartet den ins Stocken geratenen milliardenschweren Zusammenschluss mit dem Rohstoff-Giganten Glencore bis zum Jahresende. Als neuen Termin für die Abstimmung der Aktionäre über die Fusion nannte Xstrata am Mittwoch den 7. September.

Eine ursprünglich für diesen Donnerstag geplante außerordentliche Aktionärsversammlung musste wegen Preis-Nachforderungen des Golfstaates Katar verschoben werden. Aktionäre hatten zudem die Manager-Vergütungen für das Xstrata-Geschäft kritisiert.

Mit dem neuen Herbst-Termin erhält Glencore, der bereits größter Anteileigner bei Xstrata ist, nun noch mehrere Wochen Zeit, sich mit Katar über die Konditionen für das Geschäft zu einigen. Die Prüfung der Kartellbehörden macht Xstrata zufolge Fortschritte.

Vor wenigen Tagen gaben bereits die Behörden in Australien grünes Licht für die 26 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Xstrata durch Glencore. In China und Südafrika schreite der Prozess voran. Mit der Europäischen Union gebe es "konstruktive Diskussionen". Eine Zustimmung werde in den nächsten Wochen erwartet.

Die größten Rohstoffkonzerne der Welt

Platz 5

Anglo American

Das südafrikanisch-britische Unternehmen verdient sein Geld vor allem mit Industrie- und Edelmetallen, Diamanten - und Kohle. Der Konzern machte 2014 insgesamt 20,4 Milliarden Dollar Umsatz. Zu dem Portfolio gehört etwa auch der Diamantenschürfer De Beers. Anglo American ist der größte Platinförderer der Welt.

Quelle: Bloomberg,

Platz 4

Xstrata

Der Minenkonzern Xstrata ist der größte Zinkproduzent der Welt und hat sich mit dem berühmt-berüchtigten Rohstoffhändler Glencore zusammengeschlossen. Xstrata hatte an der Börse einen Wert von 55,1 Milliarden Dollar. Beide Unternehmen aus der Schweiz waren bereits eng verflochten. Glencore hielt rund 34 Prozent an Xstrata.

Platz 3

Vale

Der brasilianische Rohstoffkonzern Vale kommt auf einen Börsenwert von 107,9 Milliarden US-Dollar. Das einstige Staatsunternehmen verzeichnete ein rasantes Wachstum und stieg zum weltweit größten Förderer von Eisenerz auf. Zudem betreibt Vale die weltgrößte Eisenerzmine in Brasilien. In der Ferr Carajas-Mine werden 110 Millionen Tonnen Erz pro Jahr gefördert. Der Grundstoff für die Stahlerzeugung wird über rund 900 Kilometer per Eisenbahn in den nächsten Hafen gefahren.

Platz 2

Rio Tinto

Der britisch-australische Gigant rangiert auf Platz zwei der Eisenerzförderer. Das Traditions-Unternehmen mit zwei Hauptsitzen, in London und Melbourne, kommt auf eine Börsenwert von 111,6 Milliarden Dollar. Zudem betreibt Rio Tinto wichtige Kupferminen, wie etwa in West Australien. Die Anglo-Australier übernahmen sich 2007 fast am Kauf des kanadischen Aluminiumkonzerns Alcan und wurden selbst Ziel eines Übernahmeversuchs durch den Konkurrenten BHP Billiton.

Platz 1

BHP Billiton

Ein echtes Schwergewicht an der Börse mit einer Marktkapitalisierung von 199,7 Milliarden Dollar ist der britisch-australische Gigant BHP Billiton. Das Unternehmen betreibt Eisenerz- und Kupferminen, erweitert aber auch sein Geschäft etwa auf Schiefergasressourcen in den USA.

Die Fusion wäre der größte Zusammenschluss in der Branche seit 2007. Glencore und Xstrata versprechen sich milliardenschwere Einsparungen und einen Vorsprung, um die massive Rohstoffnachfrage aus China und anderen Schwellenländern bedienen zu können.

Der Golfstaat Katar hatte Ende Juni gefordert, Glencore müsse 3,25 eigene Aktien für jeden Xstrata-Anteilschein bezahlen und nicht wie bislang geplant 2,8. Analysten erwarteten, dass Glencore die im Februar vereinbarten Konditionen aufstocken wird.

Von

rtr

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