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09.01.2007

11:47 Uhr

Zeitungen berichten über Verkaufsabsicht

General Electric will sich offenbar von Kunststoffen trennen

Die Kunstoff-Sparte hat dem US-Mischkonzern General Electric (GE) zuletzt wenig Freude bereitet, drückten die stark gestiegenen Rohstoffpreise doch auf den Gewinn. Laut zweier Zeitungen zieht GE daraus die Konsequenzen und will sich ganz von dem Geschäft trennen.

HB BRÜSSEL. Die Investmentbank Goldman Sachs habe im Auftrag von GE bereits mehrere potenzielle Bieter kontaktiert, schreibt das „Wall Street Journal“ in seiner Dienstagsausgabe unter Berufung auf nicht näher spezifizierte Kreise. Die Kunststoffsparte hat laut des Berichts einen Wert von 8 bis 10 Mrd. Dollar.

Zu den Kontaktierten zählten die Gesellschaften Apollo Management, Bain Capital, die Blackstone Group und Kohlberg Kravis Roberts & Co., wie die „New York Times“ in ihrer Dienstagsausgabe ergänzend berichtet. Neben den Finanzinvestoren sollen auch zwei Kunststoffproduzenten unter den Interessenten sein. Sowohl GE als auch Goldman Sachs lehnten eine Stellungnahme ab.

Laut des „Wall Street Journal“ hat der Konzern die Private-Equity-Gesellschaften darauf hingewiesen, dass sie sich nur eingeschränkt mit anderen Bietern zusammenschließen könnten. Dies deutet der Zeitung zufolge daraufhin, dass ein gemeinsames Auftreten der Bieter Wettbewerbsbedenken bei den US-Behörden auslösen könnte.

Im Oktober hatte Konzernchef Jeff Immelt auf einer Analystenkonferenz gesagt, wegen der stärker als erwartet gestiegenen Rohstoffpreise seien die Margen im Kunststoffgeschäft zurückgegangen. GE werde sich deshalb stärker auf Spezialmaterialien konzentrieren.

Mit Kunststoffen setzt GE im Jahr geschätzte 7 Mrd. Dollar um. Für die ersten neun Monate wies die Sparte einen Rückgang beim operativen Gewinn von 13 Prozent auf 560 Mill. Dollar aus. Der Umsatz stieg im gleichen Zeitraum um 1 Prozent auf 5 Mrd. Dollar.

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