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08.10.2012

07:50 Uhr

Zeitungsbericht

Japans Autobauer halbieren Produktion in China

Autohersteller aus Japan wollen einem Medienbericht zufolge ihre Produktionsmengen in China halbieren. Gerade bei Toyota ist der Absatz in der Volksrepublik zuletzt stark eingebrochen. Grund ist der Streit um die Inseln.

Fahrzeuge von Toyota in einem Autohaus in Tokio. Reuters

Fahrzeuge von Toyota in einem Autohaus in Tokio.

TokioGroße japanische Autohersteller wollen wegen der stark gesunkenen Nachfrage in China einem Zeitungsbericht zufolge ihre Produktion in der Volksrepublik um etwa die Hälfte drosseln. Hintergrund der Absatzschwäche ist ein Streit zwischen den Ländern um eine unbewohnte Inselgruppe.

Wie die Zeitung "Nikkei" am Montag berichtete, planen Toyota, Nissan und Honda, weniger Autos in China herzustellen. So wolle Nissan die Nachtschicht in seinen beiden Werken streichen. Toyota und Honda planen demnach Kurzarbeit und wollen Autos langsamer vom Band rollen lassen.

Die größten Autohersteller in China

Methodik

Einmal pro Quartal erstellen die Wirtschaftsprüfer von Ernst&Young ein Ranking der größten Autokonzerne nach Absatz. Wie die Autohersteller in China abgeschnitten haben. (Daten: 2. Quartal 2012)

Platz 10

BMW - 79.000 verkaufte Fahrzeuge

China gehört für die Münchener zu den wichtigsten Märkten der Welt. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Absatz im zweiten Quartal um satte 25 Prozent zulegen.

Platz 9

Peugeot-Citroën - 100.000 verkaufte Fahrzeuge

Während der Heimatmarkt schwächelt, können die Franzosen in Fernost ihre Verkäufe ausbauen - wenn auch schwächer als die Konkurrenz. Der Absatz legt um neun Prozent zu.

Platz 8

Kia- 120.000 verkaufte Fahrzeuge

Die Koreaner können auch im Nachbarland ihren Erfolgskurs fortsetzen. Mit einem Wachstum von 26 Prozent gehören sie zu den erfolgreichsten Volumenherstellern in China.

Platz 7

Ford - 156.000 verkaufte Fahrzeuge

Ein fünftel des Absatzes machen die US-Amerikaner in China. Im Jahresvergleich legten die Verkäufe im Reich der Mitte um 16 Prozent zu.

Platz 6

Honda - 179.000 verkaufte Fahrzeuge

Die Japaner sind der wachstumsstärkste Hersteller im Ranking. Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um satte 69 Prozent. Die Folgen der Flutkatastrophe scheinen überwunden zu sein.

Platz 5

Hyundai - 188.000 verkaufte Fahrzeuge

Wesentlich schwächer läuft das Geschäft dagegen für die koreanische Konkurrenz. Während Hyundai weltweit stark wächst, legten die Verkäufe in China im Jahresvergleich nur um vier Prozent zu.

Platz 4

Toyota - 231.000 verkaufte Fahrzeuge

Das Ziel ist klar: Der weltgrößte Autohersteller der Welt will auch im chinesischen Markt zurück auf die Spitzenplätze. Dem eigenen Anspruch wird Toyota mit einem Wachstum von 57 Prozent im zweiten Quartal fast schon wieder gerecht.

Platz 3

Nissan - 344.000 verkaufte Fahrzeuge

Doch im chinesischen Markt ist ein japanischer Konkurrent sogar noch stärker als Toyota. Weil das Wachstum mit 16 Prozent im Verhältnis schwächer ausfällt, schrumpft der Vorsprung.

Platz 2

Volkswagen - 666.000 verkaufte Fahrzeuge

Für keinen deutschen Hersteller ist der chinesische Markt wichtiger als für VW. Fast ein Drittel der Autoproduktion wird in China verkauft. Mit einem Wachstum von 19 Prozent blasen die Wolfsburger zum Angriff auf die Spitze.

Platz 1

General Motors - 672.000 verkaufte Fahrzeuge

Doch die Spitzenposition in China können immer noch die US-Amerikaner verteidigen - wenn auch knapp. Mit einem Wachstum von 14 Prozent bleibt der Konzern in China führend.

Bereits in der vergangenen Woche erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters, dass der Absatz bei Toyota um 40 Prozent sank. Nutznießer sind Konkurrenten wie BMW und Hyundai.

Der Streit um die Inselgruppe, die in Japan Senkaku und in China Diaoyu genannt wird, eskalierte im September. In China kam es zu teils gewaltsamen Protesten und Boykottaufrufen. Auch Taiwan erhebt Anspruch auf das Gebiet, in dem größere Erdgasvorkommen vermutet werden.

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Von

rtr

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