Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

29.05.2013

15:28 Uhr

Zeitungsbericht

Peugeot dementiert Bericht über Kapitalerhöhung

Peugeot hat weiterhin mit Absatzeinbrüchen zu kämpfen. Um das Loch in den Kassen zu stopfen plant Peugeot die Ausgabe neuer Aktien, berichtet eine französische Zeitung. Das Unternehmen dementiert.

Peugeot-Logo auf einer Motorhaube. Der Konzern steht unter Druck. dpa

Peugeot-Logo auf einer Motorhaube. Der Konzern steht unter Druck.

ParisDer französische Autobauer PSA Peugeot Citroën hat einen Medienbericht über eine angeblich bevorstehende Kapitalerhöhung dementiert. Ein solcher Schritt stehe nicht auf der Agenda, erklärte ein Firmensprecher am Mittwoch. Zuvor hatte die Zeitung "La Tribune" berichtet, Peugeot erwäge eine Kapitalerhöhung, nachdem die Firma allein vergangenes Jahr 2,5 Milliarden Euro an Barmitteln verbrannt habe. Der PSA-Sprecher verwies hingegen auf Barreserven von 7,3 Milliarden Euro sowie nicht genutzte Kreditlinien von 3,2 Milliarden per Ende des Jahres.

Dem Bericht zufolge laufen bereits Gespräche über eine neuerliche Kapitalerhöhung bei Peugeot sowie in der Eignerfamilie, die 25 Prozent der Aktien und 38 Prozent der Stimmrechte hält. Ebenfalls in Frage stehe, ob sich die Opel-Mutter General Motors an der Ausgabe neuer Aktien beteiligen würde. Die Amerikaner sind seit einer Kapitalerhöhung 2012 mit sieben Prozent bei den Franzosen engagiert.

Peugeot machen der Absatzeinbruch in Südeuropa und die schwächelnde heimische Konjunktur zu schaffen. PSA hat 2012 nach hohen Abschreibungen einen Rekordverlust von fünf Milliarden Euro eingefahren. Derzeit baut der Konzern rund 8000 Arbeitsplätze ab, ein Werk bei Paris wird ganz geschlossen. Nach einem erneuten Umsatzeinbruch im ersten Quartal hat Peugeot weitere Einschnitte angedeutet. Am Mittwoch begann der Autobauer die auf fünf Monate angelegten Gespräche mit den Gewerkschaften über Wege, das Unternehmen wieder auf Wachstumskurs zu trimmen.

Peugeot-Aktien lagen am Mittwochnachmittag 2,8 Prozent im Minus. Seit Jahresbeginn haben die Titel dennoch fast 30 Prozent zugelegt, nachdem die 2012 knapp 50 Prozent eingebüßt hatten.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×