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01.09.2014

19:55 Uhr

Zeitungsbericht

VW vor Genehmigung einer Fabrik in Thailand

Volkswagen hat einem Zeitungsbericht zufolge einen Antrag zur Genehmigung eines Automobilwerks in Thailand gestellt. Die neue Fabrik soll in Hafennähe vor Bangkok entstehen – und würde einige Vorteile mit sich bringen.

Neue Fabrik in Planung: Das Volkswagen-Logo könnte bald auch in Thailand leuchten. Reuters

Neue Fabrik in Planung: Das Volkswagen-Logo könnte bald auch in Thailand leuchten.

HamburgVW steht einem Zeitungsbericht zufolge kurz vor der Genehmigung eines Automobilwerks in Thailand. Über den Antrag der Wolfsburger könne bereits Anfang kommender Woche entschieden werden, berichtete die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ unter Berufung auf Thailands Investitionsbehörde vorab aus ihrer Dienstagausgabe. Die neue Fabrik solle in Hafennähe vor Bangkok entstehen. Volkswagen wollte sich nicht dazu äußern. Europas größter Autobauer hatte bereits im Frühjahr Fördermittel für ein neues Werk in Thailand beantragt.

Dem Zeitungsbericht zufolge will Volkswagen unter dem thailändischen „Eco2-Programm“ investieren. Damit sichern sich die Wolfsburger umfassende Steuer- und Zollvorteile, wenn sie Fahrzeuge mit einem besonders niedrigem Spritverbrauch produzieren. Den Regeln zufolge muss die Fabrik mehr als 100.000 Fahrzeuge produzieren und spätestens 2019 ans Netz gehen. Spitzenbeamte der Investitionsbehörde hätten der Zeitung bestätigt, dass Volkswagen aus Thailand exportieren wolle.

Die VW-Sparten im Überblick

Volkswagen Pkw

Die Kernmarke des Volkswagen-Konzerns litt im Jahr 2013 unter der Absatzschwäche. Mit 4,7 Millionen verkauften Fahrzeugen schrumpfte der Absatz um 2,2 Prozent. Der Umsatz ging sogar um 4,4 Prozent zurück. Immerhin erwirtschaftet die Kernmarke noch ein operatives Ergebnis von 2,9 Milliarden Euro.

Audi

Die Premiumtochter aus Ingolstadt konnte die Verkäufe steigern. Mit 1,35 Millionen verkauften Fahrzeugen steht unterm Strich ein Plus von 3,85 Prozent. Auch der Umsatz legte leicht auf 49,88 Milliarden Euro zu. Unter Strich steht trotzdem ein deutlicher Rückgang beim Profit um rund 6,3 Prozent auf 5,03 Milliarden Euro.

Skoda

Mit günstiger VW-Technik konnte die tschechische Tochter in den vergangenen Jahren die Kunden locken. Im Jahr 2013 lief es schlechter. Mit 719.000 verkauften Fahrzeuge ging der Absatz um 1,2 Prozent zurück. Der Umsatz fiel es ebenfalls leicht schlechter aus und beträgt nun 10,32 Milliarden Euro. Beim operativen Ergebnis hat das deutliche Spuren hinterlassen. Der Gewinn beträgt 522 Millionen Euro und damit satte 26,7 Prozent weniger.

Seat

Das spanische Sorgenkind kommt bei den Verkaufszahlen wieder auf die Bein 459.000 Fahrzeuge verkauften die Spanier im Jahr 2013 - ein Plus von rund sieben Prozent. Auch der Umsatz legt um rund sechs Prozent auf 6,87 Milliarden Euro zu. Unterm Strich steht aber immer noch ein Verlust von 152 Millionen Euro, der immerhin um vier Millionen reduziert wurde.

Porsche

Die Profitmaschine aus Zuffenhausen treibt erstmals das operative Ergebnis des VW-Konzerns an. Seit der Integration im August 2012 hat der Sportwagenbauer einen Profit von 1,46 Milliarden Euro erwirtschaftet. Der Umsatz beträgt nun 7,03 Milliarden Euro. Der Absatz von Porsche wurde auch 78.000 Fahrzeuge taxiert.

Bentley

Bald soll die Luxus-Autoschmiede einen Nobel-SUV an den Start bringen. Dieses Jahr legt der Absatz um 21 Prozent auf 11.000 verkaufte Fahrzeuge. Auch beim Umsatz steht bei 1,68 Milliarden Euro ein Plus von 15,5 Prozent. Der Gewinn der britischen Nobeltochter legt um satte 68 Prozent auf 168 Millionen Euro zu.

VW Nutzfahrzeuge

Die Nutzfahrzeugsparte des Konzerns schwächelt weiter. Der Absatz stagniert bei 436.000 verkauften Fahrzeuge. Der Umsatz schrumpft ebenfalls leicht auf 9,37 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis legt dagegen um 6,4 Prozent zu auf 448 Millionen Euro.

Scania

Die schweren Schweden verkaufen wieder mehr. Mit 80.000 verkauften Lkws stieg der Absatz um 19,4 Prozent, auch der Umsatz legt um 11,2 Prozent auf 10,36 Milliarden Euro zu. Mit 974 Millionen Euro ist das operative Ergebnis rund 4,7 Prozent besser als im Vorjahr.

MAN

Mit einem Beherrschungsvertrag sitzt VW längst auch bei den Münchenern am Steuer. Der Absatz des Lkw-Bauers legte im Gesamtjahr 2013 leicht auf 140.000 verkaufte Fahrzeuge zu. Der Umsatz sinkt dagegen leicht auf 15,86 Milliarden Euro. Beim operativen Ergebnis steht unterm Strich ein Gewinn von 319 Millionen Euro - ein Rückgang um satte 61 Prozent.

VW Finanzdienstleistungen

Mit einem Umsatzplus von 10,8 Prozent leistet die Finanztochter des VW-Konzerns mittlerweile einen ordentlichen Beitrag zum Konzernergebnis. Das operative Ergebnis legte im Jahr 2013 um 17,5Prozent auf 1,86 Milliarden Euro zu.

Südostasien entpuppt sich für westliche Autobauer und ihre Zulieferer als attraktiver Zukunftsmarkt, nachdem in Europa auf absehbare Zeit kein Wachstum zu erwarten ist und in China die einst sagenhaften Zuwachsraten verhaltener ausfallen. In den wirtschaftlich wachsenden Staaten Indonesien, Malaysia, Thailand und den Philippinen dominieren vor allem Autos japanischer Marken das Straßenbild. In Malaysia produziert VW bereits mit einem lokalen Partner die Modelle Passat, Polo und Jetta. Angesichts der gestiegenen Nachfrage in Indonesien haben die Wolfsburger dort eine neue Montagestätte hochgezogen. VW-Chef Martin Winterkorn hat wiederholt betont, dass der Konzern stärker in Südostasien präsent sein müsse, um sein Ziel zu erreichen, Toyota in den nächsten Jahren als Weltmarktführer abzulösen.

Von

rtr

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