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27.07.2012

11:12 Uhr

Zementriese

Griechenland verhagelt Lafarge den Gewinn

Abschreibungen und die eigene Restrukturierung kosten den weltgrößten Zementhersteller Lafarge eine Menge Geld. Im abgelaufenen Quartal brach der Gewinn um 80 Prozent ein. Da kann auch der gestiegene Umsatz nicht helfen.

Ein Betonmischer vor dem Lafarge-Werk in Paris. AFP

Ein Betonmischer vor dem Lafarge-Werk in Paris.

ParisDie Griechenland-Krise nagt an den Gewinnen des weltgrößten Zementherstellers Lafarge. Im abgelaufenen Quartal brach der Überschuss um 80 Prozent auf 57 Millionen Euro ein, wie der französische Konkurrent von HeidelbergCement und der Schweizer Holcim am Freitag mitteilte. Belastend wirkten insbesondere eine Abschreibung von 200 Millionen Euro auf das Griechenland-Geschäft sowie Restrukturierungskosten von 54 Millionen. Preiserhöhungen und einer stärkeren Nachfrage aus Nordamerika und Asien kurbelten dagegen die Erlöse an. Der Umsatz stieg um fünf Prozent auf 4,26 Milliarden Euro.

Lafarge fährt einen Sparkurs und will bis 2015 auf größere Zukäufe verzichten, um das Ergebnis zu steigern. Akquisitionen hatten den Schuldenberg des Zementriesen deutlich erhöht. Ende Juni lagen die Netto-Verbindlichkeiten bei 12,5 Milliarden Euro. Im kommenden Jahr sollen sie unter die zehn Milliarden gedrückt werden, bekräftigte der Konzern. Eine Milliarde Euro will der Konzern mit Verkäufen erzielen. „Wir arbeiten ständig an einer Reihe von Projekten“, sagte Konzernchef Bruno Lafont.

Lafarge bekräftigte zudem, weiter mit einer hohen Nachfrage vor allem aus den aufstrebenden Schwellenländern zu rechnen. Der Branchenprimus erwartet ein Marktwachstum zwischen ein und vier Prozent im laufenden Jahr.

HeidelbergCement will am Dienstag über die Entwicklung im zweiten Quartal berichten. Von Reuters befragte Analysten rechnen mit Zuwächsen bei Umsatz und Ergebnis, da die Heidelberger von besser gelaufenen Geschäften in Nordamerika, Asien und Afrika profitieren dürften. Holcim will am 15. August über das erste Halbjahr berichten.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Analyst

27.07.2012, 11:37 Uhr

Eine französische Firma erleidet hohe Verluste wegen Griechenland ... das geht runter wie Butter!

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