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20.11.2014

14:29 Uhr

ZF Friedrichshafen vor Zukauf

TRW gibt grünes Licht für Milliardenübernahme

ZF Friedrichshafen steht nach der Zustimmung der TRW-Aktionäre vor der Übernahme des US-Autozulieferers. Der Getriebehersteller steigt in der Branche auf – und will sich vor allem bei Elektroautos besser aufstellen.

Die ZF Friedrichshafen steht vor der Übernahme von TRW Automotive und dem weiteren Aufstieg zu einem der größten Autozulieferer der Welt. dpa

Die ZF Friedrichshafen steht vor der Übernahme von TRW Automotive und dem weiteren Aufstieg zu einem der größten Autozulieferer der Welt.

StuttgartDie Aktionäre des US-Autozulieferers TRW Automotive haben grünes Licht für die Übernahme durch den Getriebehersteller ZF Friedrichshafen gegeben. Am Mittwoch hätten Aktionäre, die 79 Prozent der Anteile repräsentieren, für die Annahme des entsprechenden Vertrages gestimmt, erklärten ZF und TRW am Donnerstag.

ZF kauft TRW für 12,4 Milliarden Dollar. Die TRW-Aktionäre erhalten 105,60 Dollar pro Anteilsschein. Jetzt stehen noch die kartellrechtlichen Genehmigungen aus.

Es ist die größte Firmenhochzeit in der Branche, seit der Familienkonzern Schaeffler vor sechs Jahren Continental übernahm. Mit einem gemeinsamen Umsatz von 30 Milliarden Euro erreicht ZF damit die Größe der weltweit führenden Autozulieferer Continental, Bosch und Denso aus Japan.

Der Traditionskonzern vom Bodensee will mit dem US-Konzern TRW, der zum Beispiel Kamera- und Radarsysteme für Fahrzeugsicherheit herstellt, seine Marktposition als Zulieferer für Elektroautos sowie von Assistenzsystemen für mehr Sicherheit und automatisches Fahren stärken.

Die weltweit größten Automobilzulieferer

Platz 10

Faurecia - 18,03 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Das Schicksal des Autozulieferers ist eng verbunden mit PSA Peugeot/Citroën. Derzeit stagnieren die Geschäfte. Zum Portfolio gehören Sitze und Emissionskontrollsysteme.

Platz 9

Aisin Seiki - 18,92 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Japaner gehören zur Toyota-Gruppe und produzieren etliche Komponenten für die Autoindustrie, darunter Getriebe und Navigationssysteme.

Platz 8

Michelin - 20,25 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Der französische Reifenriese musste zuletzt erneut Rückschläge beim Absatz hinnehmen. Neben Reifen stellt das Unternehmen aus Clermont-Ferrand auch Navigationssysteme her.

Platz 7

Johnson Controls - 20,93 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die US-Amerikaner aus Milwaukee konzentrieren sich die Zulieferung von Sitzen, Türen und Instrumenten. Damit legte der Umsatz zuletzt leicht zu.

Platz 6

Hyundai Mobis - 23,25 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Koreaner sind Teil des riesigen koreanischen Hyundai-Imperiums und zählen zu den wichtigsten Zulieferern für die Autobauer Hyundai und Kia. Gebaut werden Sicherheitssysteme, Airbus, Lampen und Antriebsstränge.

Platz 5

Bridgestone / Firestone - 24,62 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

In der Gummiverarbeitung sind die Japaner sogar weltweit führend. In Frankreich, Italien, Polen und Spanien betreiben sie eigene Werke.

Platz 4

Magna - 24,95 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Unter der Führung der schillernden Österreichers Frank Stronach wuchs der Konzern - und kann nahezu alle Bauteile selbst Produzieren. Fahrgastzellen, Sitze, Antrieb und Elektronik gehören zum Portfolio des Unternehmens.

Platz 3

Denso - 27,79 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Japaner verloren zuletzt wieder Marktanteile. Kunden sind insbesondere die großen japanischen Autobauer. Das Unternehmen baut unter anderem Klimaanlage, Antriebsstränge und Elektronik.

Platz 2

Robert Bosch - 30,7 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Der zweitgrößte Autozulieferer der Welt ist in Stuttgart daheim. Neben Benzin- und Dieselsystemen baut Bosch auch Multimedia-Systeme, Bremsen, Elektronik und Batterien für etliche große Autohersteller .

Platz 1

Continental - 33,32 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Aus Hannover in die Welt: Neben den bekannten Reifen liefert Conti auch Sicherheits- und Telematiksysteme, Steuerinstrument und die Elektronik für Antriebsstränge. Im Vergleich zum Vorjahr legte der Umsatz damit leicht zu.

ZF Friedrichshafen peilt mit seinen 72.600 Mitarbeitern für dieses Jahr einen Umsatz von 18 Milliarden Euro an. Einst zum Bau von Luftschiff-Getrieben gegründet, feiert das Unternehmen im kommenden Jahr sein 100-jähriges Firmenjubiläum. TRW Automotive aus Livonia im US-Bundesstaat Michigan erzielte 2013 einen Umsatz von gut 17 Milliarden Dollar und hat 65.000 Beschäftigte, davon 10.500 in Deutschland.

Von

rtr

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