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10.05.2011

08:35 Uhr

Ziegelhersteller

Wienerberger verliert weniger als erwartet

Das erste Quartal ist für die Bauwirtschaft traditionell schwierig: Der österreichische Ziegelhersteller Wienerberger verbucht deshalb auch einen Verlust, will im Jahr 2011 aber wieder in die Gewinnzone kommen.

Im Ziegelwerk in Bad Freienwald werden die Ziegel der österreichischen Wienerberger AG gefertigt. Quelle: dpa

Im Ziegelwerk in Bad Freienwald werden die Ziegel der österreichischen Wienerberger AG gefertigt.

WienDer österreichische Ziegelhersteller Wienerberger will nach zwei verlustreichen Jahren 2011 in die Gewinnzone zurückkehren. Dank der anziehenden Bauwirtschaft in Westeuropa erwartet Firmenchef Heimo Scheuch ein deutlich höheres operatives Ergebnis und einen Nettogewinn, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. An der Börse kam das gut an: Die Wienerberger-Aktie legte um mehr als drei Prozent zu und führte damit zweitweise die Gewinnerliste im österreichischen Leitindex ATX an.

Im vergangenen Jahr hatte Wienerberger noch einen Verlust von knapp 35 Millionen Euro verbucht, nachdem 2009 angesichts der schweren Wirtschaftskrise unter dem Strich ein Minus von rund 260 Millionen Euro stand.

Bereits im - traditionell schwierigen - Winterquartal von Januar bis März zogen die Geschäfte an. „Bessere Witterungsverhältnisse in Europa haben in allen Regionen zu starken Mengenzuwächsen geführt“, schrieb Firmenchef Scheuch an die Aktionäre. „Darüber hinaus bestätigt sich der von uns erwartete positive Trend im Wohnungsneubau in einigen Ländern Westeuropas, allen voran Deutschland, Frankreich und Belgien.“ Lediglich in Nordamerika, wo ein besonders harter Winter die Bautätigkeit lähmte, musste Wienerberger weitere Rückgänge bei Umsatz und Gewinn hinnehmen.

Konzernweit verringerte der Konzern den Verlust im ersten Quartal auf gut 45 nach 69 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum und schnitt damit besser ab als von Analysten erwartet. Der Umsatz legte im ersten Quartal um 41 Prozent auf 395 Millionen Euro zu.

Vergleichbare Wachstumsraten seien für die kommenden Quartale zwar nicht zu erwarten, erklärte Scheuch. Dennoch rechne er mit Absatzzuwächsen und einer besseren Auslastung. „Als Motor des Wachstums sehe ich dabei unsere westeuropäischen Länder.“ Dort macht Wienerberger mehr als ein Drittel seines Umsatzes.

In den schuldengeplagten Ländern Südosteuropas schließt Scheuch hingegen weitere Absatzrückgänge nicht aus. Für die USA und Kanada rechnet er ab der zweiten Jahreshälfte mit einer „moderaten Erholung“ der Baubranche.

Von

rtr

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