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19.01.2005

13:25 Uhr

Ziele für 2004 erreicht

Adidas im Fußball-WM-Fieber

Adidas hat seine Partnerschaft mit dem Fußball-Weltverband Fifa verlängert und wird nun auch Sponsor der Fußball-Weltmeisterschaften 2010 und 2014. Zudem hat der weltweit zweitgrößte Sportartikelhersteller nach Angaben seines Chefs Herbert Hainer die Geschäftsprognosen für 2004 erfüllt.

Fußball-Idol David Beckham wird von Adidas ausgestattet. Foto: dpa

Fußball-Idol David Beckham wird von Adidas ausgestattet. Foto: dpa

HB MÜNCHEN. „Wir haben das erreicht“, sagte Hainer am Mittwoch auf einer Pressekonferenz anlässlich der Vertragsverlängerung mit dem Weltfußballband Fifa in Zürich. Er bezog sich damit auf den prognostizierten Anstieg des Nettogewinns um 20 % und des währungsbereinigten Umsatzes um fünf Prozent. „Wir werden definitiv keine negative Überraschung erleben“, sagte Hainer. Für das laufende Jahr zeigte er sich zuversichtlich, das Ziel eines um zehn bis 15 % höheren Nettogewinns zu erreichen. Der Umsatz werde im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich zulegen, bekräftigte er.

Die Fifa-Kooperation mit Adidas habe einen Wert von 351 Mill. Dollar, sagte Fifa-Präsident Joseph Blatter am Mittwoch auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Adidas-Chef in Zürich. 215 Mill. Dollar davon würden in bar bezahlt, der Rest in Produkten wie Fußbällen oder der Ausrüstung der Schiedsrichter. Im Rahmen des Vertrages stellt Adidas als offizieller Partner, Ausrüster und Lizenznehmer unter anderem den Spielball und erhält bevorzugte Werbeflächen. Neben den Weltmeisterschaften 2010 in Südafrika und 2014, deren Austragungsort noch nicht feststeht, beinhaltet die Vereinbarung auch die Frauen-Fußball-WM und die Junioren-WM.

Die Verbindung zwischen der Fifa und Adidas besteht bereits seit 1970. Adidas ist auch offizieller Partner für die in Deutschland stattfindende Fußballweltmeisterschaft 2006. Daneben war Adidas 2004 offizieller Ausrüster der Uefa Championsleague und der Europameisterschaft 2004 in Portugal. Überraschungs-Europameister Griechenland wird ebenso von Adidas ausgestattet wie das deutsche Nationalteam und namhafte Spieler wie David Beckham, Zinedine Zidane und Michael Ballack.

Solche Sponsoring-Verträge sind für Sportartikelfirmen von großer Bedeutung, da sie das Markenbewusstsein der Verbraucher beeinflussen. Adidas hofft so, seine größten Konkurrenten Nike und Puma gerade im Fußballgeschäft in Schach zu halten. Analysten äußerten aber bereits Bedenken wegen der hohen Kosten, die die Firmen für Verträge - gerade bei großen Sportereignissen - aufwenden.

„Adidas wird in den nächsten sieben Jahren (ab 2007) und sehr wahrscheinlich noch länger der Partner der Fifa sein und seine Rolle als führendes Unternehmen der Fußballbranche stärken“, schloss Hainer nicht aus. Für 2004 bekräftigte er, mit Umsätzen im Fußballgeschäft von über 900 Mill. € zu rechnen. Im Jahr der Weltmeisterschaft 2006 will Adidas die Marke von einer Milliarde Umsatz knacken.

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