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23.05.2013

11:07 Uhr

Zu hohe Kosten

Ford zieht sich aus Australien zurück

Der Auto-Hersteller Ford schließt seine Werke in Australien. Grund dafür sind zu hohe Kosten und der starke australische Dollar. In den vergangenen Jahren verlor Ford in Australien mehr als 450 Millionen Dollar.

Ford Australia: Mit der Schließung der Werke fallen 1200 Jobs weg. AFP

Ford Australia: Mit der Schließung der Werke fallen 1200 Jobs weg.

CanberraFord zieht sich aus Australien zurück. Der Auto-Hersteller wird im Oktober 2016 seine beiden Werke im Bundesstaat Victoria schließen, wie das US-Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Damit wird der Konzern keine Autos mehr auf dem fünften Kontinent fertigen. Das Management begründete den Schritt mit zu hohen Kosten und dem starken australischen Dollar. 1200 Jobs fallen weg.

"Unsere Kosten sind doppelt so hoch wie in Europa und fast vier Mal so hoch wie in Asien", sagte Landeschef Bob Graziano. Ford habe in Australien in den vergangenen fünf Jahren umgerechnet mehr als 450 Millionen Euro verloren, weil die Kunden sich vermehrt kleineren Fahrzeugen asiatischer Hersteller wie Mazda oder Hyundai zugewandt hätten. Deswegen ist auch der Umsatz rückläufig. Ford hat vergangenes Jahr 37.000 Autos in Australien hergestellt und beschäftigt dort mehr als 3000 Menschen.

Größte Autohersteller in den USA

Platz 10

BMW - 348.000 verkaufte Fahrzeuge

Die USA gehören für die Münchener zu den wichtigsten Märkten der Welt. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Absatz um 14 Prozent zulegen.

Platz 9

Kia - 558.000 verkaufte Fahrzeuge

Die Koreaner sind auf Rang neun abgerutscht. Und das trotz eines Absatzzuwachs von 15 Prozent.

Platz 8

Volkswagen - 596.000 verkaufte Fahrzeuge

Während die Wolfsburger weltweit zu den größten Autoherstellern zählen, haben sie auf dem amerikanischen Markt noch einen großen Abstand zur Spitze. Immerhin legte der Absatz im Jahresvergleich um 34 Prozent zu.

Platz 7

Hyundai - 703.000 verkaufte Fahrzeuge

Neun Prozent mehr Fahrzeuge konnten die Koreaner im Jahr 2021. In den USA bewegen sie sich auf einem Mittelfeldplatz.

Platz 6

Nissan - 1,14 Millionen verkaufte Fahrzeuge

In den USA erholen sich die Japaner von ihrer Absatzschwäche. Mit einem Wachstum von zehn Prozent festigen sie ihre Position unter den größten Herstellern in den USA.

Platz 5

Ford - 1,421 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Im Heimatmarkt verkaufen die US-Amerikaner 25 Prozent ihrer Fahrzeuge. Die Verkäufe ziehen leicht an: Ford kommt auf ein Wachstum von sechs Prozent.

Platz 4

Honda - 1,421 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Japaner erobern hauchdünn den vierten Platz in den USA. Der Absatz wurde um 24 Prozent gesteigert.

Platz 3

Chrysler - 1,65 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Chrysler gehörte zu den totgesagten Markten in den USA in Folge des Konjunktureinbruchs 2009. Doch mittlerweile ist der US-Konzern zum Retter geworden – und zwar für die Mutter Fiat. In 2012 gab es ein Plus von 21 Prozent bei den Absatzzahlen.

Platz 2

Toyota - 2,08 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Absatzzahlen der Japaner sind 2012 in den USA regelrecht explodiert. Im Vorjahrsvergleich verkaufte Toyota 27 Prozent mehr Fahrzeuge.

Platz 1

General Motors - 2,60 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Detroit bleibt die Wiege der amerikanischen Autoindustrie - und General Motors führend im Heimatland. Gegenüber dem Vorjahr gab es ein leichtes Wachstum von vier Prozent.

Methodik

Einmal pro Quartal erstellen die Wirtschaftsprüfer von Ernst&Young ein Ranking der größten Autokonzerne nach Absatz. Wie die Autohersteller in den USA abgeschnitten haben. (Daten: Gesamtjahr 2012)

Auch der Auto-Riese General Motors hat Probleme in Australien. Die lokale Tochter hatte zuletzt mitgeteilt, 500 Jobs abzubauen, 18 Prozent der Belegschaft. Auch von GM hieß es, der starke australische Dollar gefährde die Wettbewerbsfähigkeit. Dieser hatte in den vergangenen Wochen rund zehn Prozent gegenüber dem US-Dollar aufgewertet.

Von

rtr

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