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17.04.2014

01:17 Uhr

Zündschloss-Defekt

General Motors erwägt Entschädigungs-Zahlungen

General Motors scheint sich auf Entschädigungen vorzubereiten: Laut einem Anwalt erwägt das Unternehmen Zahlungen an Betroffene des Zündschloss-Defektes. GM würde damit Forderungen von Politiker und Kunden nachkommen.

Zündschloss-Skandal: General Motors erwägt laut einem Anwalt Entschädigungs-Zahlungen. AFP

Zündschloss-Skandal: General Motors erwägt laut einem Anwalt Entschädigungs-Zahlungen.

New YorkIm Skandal um defekte Zündschlösser erwägt der US-Konzern General Motors nach Angaben eines Anwaltes eine Entschädigung von Betroffenen. Er sei von dem Unternehmen beauftragt worden, bei der Erarbeitung eines entsprechenden Programms zu helfen, sagte der Jurist Kenneth Feinberg am Mittwoch in einem CNBC-Interview. Es sei aber noch unklar, wer dafür infrage komme, ob es einen Fonds gebe, wie viel Geld gezahlt werde und welcher Nachweis erbracht werden müsse.

Es war das erste Mal, dass ein GM-Anwalt öffentlich Entschädigungen ins Gespräch brachte, die einige Kongressabgeordnete und Kunden der Opel-Mutter fordern. Konzernchefin Mary Barra hatte am 01. April gesagt, Feinberg sei engagiert worden, um nach dem millionenfachen Rückruf von Autos die weiteren Schritte für das Unternehmen auszuloten. Ein GM-Sprecher ging am Mittwoch auf die Äußerungen des Anwaltes nicht direkt ein.

Bei Unfällen, die durch die defekten Zündschlösser ausgelöst wurden, sind mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Bislang wurden 2,6 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten zurückgerufen. Seit Beginn der Aktion im Februar wurden Dutzende Klagen gegen den Autobauer eingereicht: entweder im Namen von Opfern oder von Fahrzeughaltern, die den Wert ihres Autos durch die Rückrufe gemindert sehen. Die US-Verkehrsaufsicht untersucht vor allem, warum GM mit dem Rückruf wartete, obwohl die Probleme seit mehr als zehn Jahren bekannt waren.

Der Konzern ist der Ansicht, dass er für Vorfälle vor 2009, als das Unternehmen aus der Insolvenz kam, nicht belangt werden kann. Seit diesem Jahr ist GM rechtlich ein neues Unternehmen. Ansprüche vor 2009 müssen an die Überbleibsel der alten GM gerichtet werden.

Von

rtr

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