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21.09.2011

10:21 Uhr

Zukunfts-Pläne

Die Milliardenwette der deutschen Autobauer

Die deutschen Autohersteller setzen weiter auf Wachstum und investieren auch in krisengeschüttelten Zeiten hohe Milliardenbeträge. VW befindet sich damit auf dem Weg in Richtung Branchenthron.

Eine Mercedes B-Klasse (rechts) neben dem Forschungsfahrzeug F125 auf der IAA. dapd

Eine Mercedes B-Klasse (rechts) neben dem Forschungsfahrzeug F125 auf der IAA.

HamburgDie deutschen Autobauer lassen sich von den kursierenden Krisenszenarien nicht abschrecken. Unverdrossen investieren sie in ihre weitere Expansion – und damit die Abwehr aggressiver Konkurrenten wie Hyundai aus Korea. Allein die umsatzstärksten heimischen Autokonzerne Volkswagen und Daimler werden in den nächsten fünf Jahren mehr als 100 Milliarden Euro in neue Fabriken, Modelle und Technologien stecken.

Europas größter Hersteller VW untermauert mit dem finanziellen Engagement seinen Griff nach dem Branchenthron: Der Aufsichtsrat unter Führung von Firmenpatriarch Ferdinand Piëch verabschiedete das „größte Investitionspaket in der Geschichte des Konzerns“, teilte das Unternehmen Freitag mit.

VW investiere „eine Rekordsumme, um sein Ziel zu erreichen, der ökonomisch und ökologisch beste Automobilhersteller der Welt zu werden“, sagte VW–Chef Martin Winterkorn. Der Konzern will von 2012 bis Ende 2016 weltweit 62,4 Milliarden Euro ausgeben.

Dazu kommen für denselben Zeitraum 14 Milliarden Euro für neue Produkte und Werke in China. Dieses Geld stammt aber aus den Kassen der beiden Gemeinschaftsunternehmen, die VW mit staatlichen chinesischen Partnern führt.

„Über die Jahre ist das eine enorme Summe, die VW in die Hand nimmt“, zeigt sich Branchenkenner Stefan Bratzel, Professor an der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach, beeindruckt. Allerdings sieht er in dem Engagement auch Risiken. Bratzel: „Es sind Investitionen in die Zukunft als Marktführer. Die Nachfrage muss kommen, damit sie sich rechnen.“

Der Druck, alternative Antriebe zu entwickeln, kostet viel Geld. Der Branchenführer Toyota aus Japan steckt allein im laufenden Geschäftsjahr gut 6,5 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung.

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