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09.11.2015

14:46 Uhr

Zulieferer mit Problemen

Leoni fällt mit neuer Prognose bei Anlegern durch

Die Bordnetzsparte des Autozulieferers Leoni kriselt. Nun legt der Bereichsvorstand seinen Posten nieder. Zugleich stellt der Konzern eine neue Jahresprognose auf – doch die Aktionäre sind nicht zufrieden.

Neue Prognose – und bald auch ein neuer Spartenchef? dpa

Zulieferer Leoni

Neue Prognose – und bald auch ein neuer Spartenchef?

MünchenDer Kabelhersteller und Autozulieferer Leoni muss sich einen neuen Chef für seine Bordnetzsparte suchen. Andreas Brand lege sein Amt im Vorstand nieder, teilten die Nürnberger am Montag mit. Bis zur Nachfolgeregelung übernehmen die beiden Vorstände Frank Hiller und Dieter Bellé seine Aufgaben.

Zugleich stellte Leoni nach der folgenreichen Gewinnwarnung von vor drei Wochen eine neue Jahresprognose auf. Demnach soll der Umsatz im laufenden Jahr mindestens 4,4 Milliarden Euro und der Betriebsgewinn mehr als 130 Millionen Euro betragen, hieß es. Die Franken arbeiten weiter an einem Konzept, um ihre zuletzt schlingernde Bordnetzsparte wieder auf einen ertragreichen Wachstumskurs zu führen.

Die Aktie verbilligte sich als MDax-Schlusslicht um bis zu 6,4 Prozent auf 36,12 Euro. „Das sind enttäuschende Aussagen, der Markt hatte beim Ebit rund 160 Millionen Euro erwartet“, sagte ein Händler. Positiv bewertete der Börsianer indes den Abgang des Chefs der Bordnetzsparte. „Die Personalie Andreas Brand zeigt immerhin, dass Leoni den Problembereich nun angeht.“

Leoni hatte mit einer Gewinnwarnung Mitte Oktober einen Kursrutsch seiner Aktie ausgelöst. Analysten hatten bemängelt, dass das Traditionsunternehmen keine neuen Jahresziele benannt hatte, nachdem es die vorangegangene Ergebnisprognose gekippt hatte. Erst Mitte September hatte Leoni seine Ziele für 2016 wegen des Verkaufs der Hälfte an seinem chinesischen Bordnetz-Werk gesenkt.

Von

rtr

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