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19.10.2012

18:25 Uhr

Zur Jahreswende

Daimler setzt Produktion zwei Wochen lang aus

Die Daimler-Beschäftigten haben in diesem Jahr längeren Weihnachtsurlaub. Wegen des schwachen Absatzes in der Autoindustrie steht die Produktion bei Daimler zur Jahreswende zwei Wochen lang still.

Daimler lässt seine Produktion zwei Wochen lang still stehen. dpa

Daimler lässt seine Produktion zwei Wochen lang still stehen.

StuttgartDer Autobauer Daimler lässt seine Produktionsbänder in diesem Jahr über den Jahreswechsel länger stillstehen als 2011. In den meisten Werken werde die Produktion für zwei Wochen eingestellt, teilte Daimler am Freitag in Stuttgart mit. Im vergangenen Jahr hatte der Autobauer die Bänder zumeist nur für eine Woche gestoppt. Mit der gedrosselten Produktion zollt Daimler der sich eintrübenden Stimmung auf einigen Absatzmärkten Tribut.

Dennoch rechnet die Pkw-Sparte Mercedes-Benz bis Jahresende weiter mit Rekordverkaufszahlen. Bis Ende September verkauften die Schwaben rund um den Globus 1,04 Millionen Pkw der Marken Mercedes-Benz, Smart, Maybach und AMG, 4,7 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Auf dem wichtigen deutschen Heimatmarkt und im westeuropäischen Ausland treten die Pkw-Absatzzahlen von Daimler jedoch im Vergleich mit dem Vorjahr mittlerweile auf der Stelle.

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Von der generellen zweiwöchigen Pause zwischen Weihnachten und dem Dreikönig-Feiertag am 6. Januar wird unter anderem im größten Pkw-Werk Sindelfingen sowie in Bremen abgewichen: Dort werden die Bänder länger stillstehen. Für das 2013 neu auf den Markt kommende Mercerdes-Benz-Flaggschiff S-Klasse muss die Produktion in Sindelfingen umgerüstet werden, im Werk Bremen wird eine neue Software eingeführt.

Kürzer fällt der Weihnachtsurlaub der Produktions-Beschäftigten hingegen mit einer Woche im Stammwerk Stuttgart-Untertürkheim sowie im ungarischen Pkw-Werk Kecskemet aus, da die neuen Kompaktwagen von Mercedes bei den Autokäufern weiterhin gefragt sind. In China müssen die Beschäftigten des Pekinger Werks über die Feiertage sogar durcharbeiten.

Die Geschäftsfelder des Daimler-Konzerns

Daimler Trucks

Umsatz: 28,8 Milliarden Euro, Ebit: 1,9 Milliarden Euro. Daimler ist der weltweit größte Hersteller von schweren Lkw. Der Bereich umfasst die Marken Mercedes-Benz, Freightliner, Western Star und Fuso. In Indien wird in diesem Jahr die neue Marke BharatBenz eingeführt. Auch die typischen amerikanischen Schulbusse werden von Daimler unter der Marke Thomas Built Buses hergestellt und werden wegen Synergien in der Produktion zum Geschäftsfeld gezählt.

Mercedes-Benz Cars

Umsatz: 57,4 Milliarden Euro, operatives Ergebnis (Ebit): 5,2 Milliarden Euro. Mehr als die Hälfte des Konzernumsatzes wird in diesem Bereich gemacht. Dazu gehören die Marken smart, Mercedes-Benz und Maybach. Das Ende der Luxuskarossen von Maybach ist allerdings schon besiegelt. Stattdessen setzt Daimler auf zusätzliche Modelle der Mercedes-Benz S-Klasse.

Mercedes-Benz Vans

Umsatz: 9,2 Milliarden, Ebit: 835 Millionen Euro. Das Transportergeschäft besteht aus den Baureihen Sprinter, Vito/Viano und Vario.

Daimler Buses

Umsatz: 4,4 Milliarden Euro, Ebit: 162 Millionen Euro. Bei den Omnibussen über acht Tonnen ist Daimler Weltmarktführer. Zur Produktpalette gehören die Marken Mercedes-Benz, Setra und Orion. Geliefert werden komplette Busse, aber auch Fahrgestelle.

Daimler Financial Services

Umsatz: 12,1 Milliarden Euro, Ebit: 1,3 Milliarden Euro. Die Finanz- und Versicherungssparte bietet unter anderem Finanzierung und Leasing von Fahrzeugen sowie ein Flottenmanagement an. Daimlers Carsharing-System „car2go“ wurde inzwischen in das Geschäftsfeld integriert.

Von

rtr

Kommentare (8)

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Klassenletzter

19.10.2012, 19:08 Uhr

Rekordverkaufszahlen? DB hinkt den anderen deutschen Autobauern hinterher - wer in Deutschland nicht konkurenzfähig ist wird das auch in Kürze auf der ganzen Welt spüren - schade für die MB Mitarbeiter

downsizing

19.10.2012, 20:49 Uhr

Der Stern sinkt schon seit einigen Jahren...Welt AG floppte, Einstieg bei Mitsubishi floppte, der Smart funktioniert nicht, Einstieg bei Ranault (wird noch floppen) Maybach eingestellt, Rekordgehalt für Zetsche usw....

Account gelöscht!

19.10.2012, 23:05 Uhr

Tja, Daimler hätte das Industriekonglomerat bleiben sollen, was Reuter geformt hatte.

Der Andere kam und hat alles unwiederbringlich vernichtet.

Und genau das Gleiche machen unsere Politiker derzeit mit unserem Land.


Edzard, du warst der wahre Boss!

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