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05.01.2007

19:34 Uhr

Zusagen errungen

Brüsseler VW-ler beenden sechswöchigen Streik

Nach sechs Wochen wollen die VW-Arbeiter in Brüssel ihren Streik beenden. Mit ihrer Arbeitsniederlegung haben die Belgier den Volkswagen-Konzern erfolgreich zu Zusagen für ihr Werk gezwungen. Doch ganz ohne Opfer kommen die Brüsseler nicht davon.

HB BRÜSSEL. Die Belegschaft votierte am Freitag in einer Abstimmung dafür, den Ausstand zu beenden. Die Produktion solle an diesem Montag anlaufen, ergaben getrennte Abstimmungen von Arbeitern und Angestellten am Freitag, berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga.

Die Beschäftigten hatten den Ausstand Mitte November begonnen, als VW ankündigte, die Brüsseler Produktion des Golf nach Deutschland zu verlagern. Damit wären etwa 90 Prozent der Fertigung in Brüssel weggebrochen und lediglich 1500 der insgesamt 5300 Stellen wären nach Angaben des Managements sicher gewesen. Nun soll dort ab dem Jahr 2009 ein neues Einstiegs-Modell der Tochter Audi hergestellt werden. Dies würde die Beschäftigung von bis zu 3000 Menschen an dem Standort ermöglichen. Ein Teil davon würde allerdings nicht direkt bei Volkswagen, sondern bei anderen Gesellschaften angestellt werden.

Nach der Ankündigung von VW im November war es zu massiven Protesten in der belgischen Hauptstadt gekommen; auch der belgische Ministerpräsident Guy Verhofstadt hatte den deutschen Konzern scharf kritisiert. Ein freiwilliges Abfindungsangebot von VW haben bis Mitte Dezember 700 Beschäftigte des Brüsseler VW-Werks angenommen.

Die Existenz der Fabrik ist gemäß dieser Vereinbarungen bis Ende 2008 gesichert. Im laufenden Jahr sollen in Brüssel rund 84 000 Fahrzeuge hergestellt werden. Bisher liefen in Brüssel pro Jahr rund 200 000 Wagen von den Bändern.

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