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28.06.2011

21:34 Uhr

Zuversicht bei Nike

Konzern erhöht die Umsatzprognose

Beim Sportartikelhersteller Nike stiegen Umsatz und Nettogewinn von März bis Mai kräftig. Die Erwartungen der Analysten wurde auch beim Auftragseingang übertroffen. Als Konsequenz des guten Ergebnisses erhöht der Konzern die Umsatzprognose.

Der Sportartikelhersteller ist zuversichtlich und erhöht nach einem guten Ergebnis seine Umsatzprognose. Quelle: ap

Der Sportartikelhersteller ist zuversichtlich und erhöht nach einem guten Ergebnis seine Umsatzprognose.

New York/MünchenDer Sportartikel-Gigant Nike hat im Frühjahr mit überraschend hohen Zuwächsen bei Umsatz und Gewinn geglänzt. Zudem begeisterte das Unternehmen die Börsianer am Dienstag mit seiner Zuversicht - der Konzern erhöhte seine Umsatzprognose für die Kernmarke Nike. Bis 2015 peilt das Unternehmen hier einen Umsatz von 24 bis 25 Milliarden Dollar an nach bislang 23 Milliarden Dollar. Daraufhin schossen die Aktien in New York um zehn Prozent in die Höhe.

Der Einbruch in Japan nach dem verheerenden Erdbeben und Tsunami bremste den weltweiten Marktführer damit nur geringfügig. Zudem ist der Trend zu fallenden Margen angesichts steigender Kosten für Rohmaterialien, Produktion und Transport ungebrochen.

Der Rivale von Adidas wies am Montagabend für März bis Mai 2011 einen um 14 Prozent gestiegenen Nettogewinn von 594 Millionen Dollar aus. Der Umsatz legte währungsbereinigt um elf Prozent auf 5,8 Milliarden Dollar zu. Positiv fielen auch die Auftragseingänge für die nächsten Monate aus: Hier betrug das Plus für den Zeitraum Juni bis November ohne Währungseffekte zwölf Prozent.

Hohe Zuwächse gab es neben Nordamerika in den Schwellenländern, primär in China. Das starke Order-Plus wird Nike helfen, die Preise zum Jahresende anzuheben, wie Analysten betonten. Das könne die Marge stabilisieren. Angesichts steigender Kosten für Rohmaterialien wie Baumwolle und Gummi sowie höherer Löhne in den asiatischen Herstellerländern ist dies derzeit die Achillesferse der Branche.

Bei Nike fiel die Rohertragsmarge im abgelaufenen Quartal um mehr als drei Punkte auf 44,3 Prozent. Zum Vergleich: Bei Adidas war die Marge von Januar bis März nur minimal auf 48,5 Prozent gesunken. Puma schnitt mit einer stabilen Marge von 52,4 Prozent noch besser ab. Beide Firmen aus dem fränkischen Herzogenaurach wollen ebenfalls die Preise anheben, weil der Druck auf die Margen im Jahresverlauf zunehmen dürfte.

Erwartungsgemäß schwach schnitt Nike in Japan ab. Die Konsumflaute sorgte für einen Umsatzrückgang von 26 Prozent. Der operative Gewinn (Ebit) brach gar um zwei Drittel auf 20 Millionen Dollar ein. Auch Adidas hat sich hier auf spürbare Rückgänge eingestellt, bis sich der Markt wieder erholt. In Japan kaufen die Konsumenten normalerweise gerne teure Markenprodukte. Es ist daher für die Branche ein besonders wichtiger Markt.

Das Nike-Geschäftsjahr lief Ende Mai aus. Für 2010/11 wies der Konzern aus dem US-Bundesstaat Oregon insgesamt einen Umsatzplus von zehn Prozent auf 20,9 Milliarden Dollar aus. Der Überschuss stieg um zwölf Prozent auf 2,1 Milliarden Dollar. Bei beiden Werten ist der Abstand zu Adidas noch immer beträchtlich.

Von

rtr

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