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23.07.2013

14:42 Uhr

Zwei Millionen verkaufte Fahrzeuge

Audi feiert neue Rekordmarke in China

Für Audi ist China mittlerweile der wichtigste Absatzmarkt. Nun wird die VW-Tochter erstmals die Marke von zwei Millionen verkauften Fahrzeugen knacken. Doch das Geschäft in Fernost wird schwerer.

Geländewagen wie der Q7 gehören in China zu den Umsatztreibern von Audi. dpa

Geländewagen wie der Q7 gehören in China zu den Umsatztreibern von Audi.

PekingAudi wird diese Woche den zweimillionsten Wagen in China verkaufen. Im Jahr 2010 hatte das Unternehmen die Marke von einer Million Autos geknackt - mehr als 20 Jahre nach den ersten Aktivitäten in China, wie Audi-China-Chef Dietmar Voggenreiter am Dienstag in Peking sagte. Im ersten Halbjahr 2013 haben die Ingolstädter im Reich der Mitte rund 226 000 Autos ausgeliefert, 18 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. „Wir sind optimistisch für das zweite Halbjahr“, sagte Voggenreiter.

Allerdings spürt der deutsche Autobauer im chinesischen Premiummarkt die Konkurrenz. „Der glückliche Zustand ist vorbei“, sagte Voggenreiter. Während vor einigen Jahren viele Händler nur wenige Prozent Nachlass an ihre Kunden gaben, müssten sie heute teilweise sieben Prozent und mehr mit dem Preis runtergehen.

Künftig sieht Voggenreiter überdurchschnittliches Wachstum bei SUVs und Kompaktwagen der Premiumklasse in China. „Wir sind der einzige Hersteller, der zwei lokal produzierte SUV-Modelle anbietet“, sagte er und verwies auf den Audi Q3 und den Q5. Ab dem Jahr 2014 will Audi mit dem A3 erstmal eine lokal produzierte Kompaktlimousine der Premiumklasse anbieten. Sie soll im bestehenden Werk im südchinesischen Foshan hergestellt werden.

Größte ausländische Autohersteller in China

Platz 10

BMW - 326.000 verkaufte Fahrzeuge

China gehört für die Münchener zu den wichtigsten Märkten der Welt. Und BMW dringt in die Top Ten vor: Im Vorjahresvergleich legt der Absatz um beachtliche 40 Prozent zu. Auf den Plätzen folgen Suzuki, Daimler und Mazda.

Platz 9

Ford - 427.000 verkaufte Fahrzeuge

Die Amerikaner machen Boden gut, was sie ebenfalls dem Inselstreit zu verdanken haben. Im Vorjahresvergleich bleibt ein sattes Plus von 31 Prozent.

(Anm. d. Red.: Erfasst wurden nur Pkw-Verkäufe)

Platz 8

Peugeot-Citroën - 442.000 verkaufte Fahrzeuge

Während der Heimatmarkt schwächelt, können die Franzosen in Fernost ihre Verkäufe ausbauen. Der Absatz legt um neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu.

Platz 7

Kia - 512.000 verkaufte Fahrzeuge

Die Koreaner können auch im Nachbarland ihren Erfolgskurs fortsetzen. Mit einem Wachstum von 18 Prozent gehören sie mittlerweile zu den erfolgreichen Volumenherstellern in China.

Platz 6

Honda - 603.000 verkaufte Fahrzeuge

Honda muss ebenfalls Einbußen hinnehmen - wie die anderen japanischen Hersteller in China ebenfalls. Im Vorjahresvergleich steht ein Minus von drei Prozent.

Platz 5

Toyota - 841.000 verkaufte Fahrzeuge

Die Japaner müssen sich mit Rang fünf begnügen, vor allem im September hatte es einen herben Rückschlag der Verkaufszahlen auf gerade einmal 50.000 Stück gegeben. Im Gesamtjahr bleibt ein Absatzminus von fünf Prozent.

(Anm. d. Red.: Angabe laut Reuters)

Platz 4

Hyundai - 847.000 verkaufte Fahrzeuge

Die Koreaner verdrängen Toyota auf Rang fünf und sind indirekter Nutznießer des Inselstreits. Die Hyundai-Verkäufe legten 2012 um zwölf Prozent zu.

Platz 3

Nissan - 1,18 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Der Streit um eine Inselgruppe zwischen China und Japan hat die Absatzzahlen der Japaner deutlich in die Knie gedrückt. Im Gesamtjahr gab es für Nissan ein Minus von fünf Prozent.

Platz 2

Volkswagen - 2,81 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Wolfsburger können das größte Wachstum der Massenhersteller in der Volksrepublik vorweisen. Gegenüber dem Vorjahr haben die Volkswagen-Verkäufe um 24 Prozent zugelegt.

Platz 1

General Motors - 2,84 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Amerikaner verteidigen hauchdünn die Spitzenposition in China. Im Jahresvergleich hat GM um elf Prozent zugelegt.

Methodik

Einmal pro Quartal erstellen die Wirtschaftsprüfer von Ernst&Young ein Ranking der größten Autokonzerne nach Absatz. Wie die Autohersteller in China abgeschnitten haben. (Daten: Gesamtjahr 2012)

Das Land ist von entscheidender Bedeutung für die deutsche Nobelmarke. Audi-Mutterkonzern Volkswagen setzt auf einen massiven Ausbau. Von den insgesamt sieben neuen Werken, die VW im Reich der Mitte baut, sollen fünf noch dieses Jahr eröffnen. Audi-Chef Rupert Stadler sprach im April lediglich davon, dass die Ingolstädter wegen des wachsenden Marktes in den kommenden zwei bis drei Jahren voraussichtlich ein neues Werk bauen müssten.

Jedes fünfte Auto, das in China verkauft wird, zählt laut Branchenverband VDA zu einer deutschen Konzernmarke. Seit 2005 haben deutsche Pkw-Hersteller ihren Absatz in China versiebenfacht.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Smarti

24.07.2013, 09:22 Uhr

@santos
Solange elektrische Energiespeicher noch so schwach und schwer wie heutige Batterien sind und der Strom aus der Steckdose aus Verbrennungskraftwerken kommt, braucht die Welt keine Elektroautos - die Zeit ist noch nicht reif - alles andere ist ökonomischer Unfug und ein ökologisches Feigenblatt!

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