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31.07.2012

10:25 Uhr

Zweites Quartal

Hugo Boss übertrifft Markterwartungen

Hugo Boss steuert weiter auf ein Rekordjahr zu. Gute Geschäfte in den Kernmärkten und Südeuropa sorgen für einen anhaltenden Wachstumstrend.

Hugo Boss Fashion Show: Die Geschäfte der Schwaben laufen gut. Reuters

Hugo Boss Fashion Show: Die Geschäfte der Schwaben laufen gut.

DüsseldorfLuxusmarken wie Hugo Boss bekommen von Konjunktursorgen kaum etwas zu spüren: Deutschlands größter Modehersteller steigerte auch im zweiten Quartal Umsatz und Gewinn deutlich und steuert damit unverändert auf ein Rekordjahr zu, wie Hugo Boss am Dienstag mitteilte. "Dieser Erfolg wurde von Zuwächsen in allen Regionen getragen", erklärte Vorstandschef Claus-Dietrich Lahrs. Insbesondere in Europa habe sich der Modekonzern dem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld weitestgehend entziehen können. In den Kernmärkten Deutschland und Großbritannien sei der Wachstumstrend ungebrochen.

Aber auch in Südeuropa seien erfreuliche Zuwächse zu verzeichnen, ebenso auf dem US-Markt. Zudem wachse das Asien-Geschäft weiter, allerdings mit einem Plus von vier Prozent langsamer als noch zum Jahresauftakt. Auch die französische Puma -Mutter-PPR mit ihren Luxus-Marken Gucci und Yves Saint Laurent und der Konkurrent LVMH mit Marken wie Louis Vuitton, Moet und Hennessy konnten sich bislang der Schuldenkrise entziehen. Experten erwarten 2012 weltweit einen Umsatzzuwachs bei Luxusgütern von bis zu sieben Prozent auf über 200 Milliarden Euro.

Hugo Boss legte im zweiten Quartal beim Umsatz um 20 Prozent auf 485,3 Millionen Euro zu. Der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg um ein Viertel auf 78,3 Millionen Euro, der Überschuss sogar um 29 Prozent auf 40,2 Millionen. Damit übertraf der Konzern die Markterwartungen leicht. Erneut sei der eigene Einzelhandel der Wachstumstreiber gewesen, teilte Konzernchef Lahrs mit. Die Gesamtzahl der eigenen Läden stieg bis zu Jahresmitte um 87 auf 709.

Lahrs bekräftigte seine Jahresziele, wonach der Umsatz währungsbereinigt um bis zu zehn Prozent steigen soll und das operative Ergebnis voraussichtlich um zehn bis zwölf Prozent. 2011 hatte der unter anderem mit den Modemarken Ralph Lauren, Burberry oder Tommy Hilfiger konkurrierende Konzern bei einem Umsatz von 2,06 Milliarden Euro operativ 469 Millionen Euro verdient. Erklärtes Ziel des Vorstandes ist es, 2015 vor allem durch den Ausbau des eigenen Einzelhandels auf einen Umsatz von drei Milliarden Euro zu kommen. Der operative Gewinn soll dann 750 Millionen Euro erreichen.

An der Börse konnte Hugo Boss mit seinen Zahlen nicht punkten: Die Aktie notierte mit einem Abschlag von bis zu 5,5 Prozent bei 82 Euro und gehörte damit zu den größten Verlierern im Nebenwerteindex MDax. "Die Investoren sind enttäuscht, dass die Prognose nicht angehoben wurde", sagte ein Händler. Zudem werde befürchtet, dass der Wachstumstrend wegen der Kaufzurückhaltung der Konsumenten abnehmen könnte.

Von

rtr

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