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29.01.2009

14:56 Uhr

Zweitgrößter Modekonzern der Welt expandiert

H&M will bis zu 7000 neue Jobs schaffen

VonHelmut Steuer

Gute Nachrichten auch in der Krise: Der schwedische Mode-Riese Hennes & Mauritz (H&M) will im laufenden Jahr weltweit 6000 bis 7000 neue Arbeitsplätze schaffen. Wie H&M-Chef Rolf Eriksen bei der Vorlage der Zahlen für das vierte Quartal 2008 in Stockholm erklärte, wolle man 225 neue Geschäfte eröffnen.

Eine H&M-Filiale in Frankfurt am Main. Foto: dpa dpa

Eine H&M-Filiale in Frankfurt am Main. Foto: dpa

STOCKHOLM. Erstmals plant der nach der spanischen Inditex zweitgrößte Modekonzern der Welt auch Läden in Russland und China. Noch im Frühjahr wird H&M zwei Geschäfte in Moskau eröffnen, im Herbst kommt ein weiterer Laden hinzu. Für kommendes Jahr ist ein Geschäft in St. Petersburg geplant.

Ebenfalls noch im Frühjahr will H&M seinen ersten Laden in Peking einweihen. Bis zum Jahresende sollen weitere Läden in der chinesischen Hauptstadt hinzukommen. Insgesamt plant der Konzern in den kommenden Jahren die Zahl der Geschäfte um zehn bis 15 Prozent jährlich zu erhöhen. Derzeit betreibt H&M weltweit 1738 Geschäfte.

Nach Ansicht von Analysten hat H&M von der globalen Wirtschaftskrise profitiert. "In diesen Zeiten wählen die Kunden eher preisgünstige Bekleidung", sagte einer von ihnen. Der Konzern mit Sitz in Stockholm steigerte im vierten Quartal vergangenen Jahres seinen Vorsteuergewinn gegenüber dem Vorjahr um 14 Prozent auf 7,1 Mrd. Kronen (672,6 Mio. Euro). Das war mehr als die meisten Analysten erwartet hatten. Auch der um 15 Prozent gestiegene Umsatz von 26,3 Mrd. Kronen übertraf die Prognosen. Erstmals in der über 60jährigen Unternehmensgeschichte überschritt der Ganzjahresumsatz die 100 Mrd. Kronen-Marke. Dennoch fiel der Kurs der H&M-Aktie an der Börse in Stockholm zwischenzeitlich um knapp drei Prozent.

Der Grund: Die Verkaufszahlen im Dezember waren mit einem Plus von nur drei Prozent deutlich schwächer als noch im Vorjahr und lagen unter den Erwartungen. "Gute Quartalszahlen, aber schlechte Dezemberzahlen", fasste ein Analyst die Börsenreaktionen zusammen. Tatsächlich fürchten Experten, dass das schwache Dezember-Geschäft möglicherweise einen Hinweis auf ein schwaches erstes Quartal 2009 gibt.

H&M-Chef Rolf Eriksen nannte die Zahlen angesichts des dramatischen Wirtschaftsabschwungs dennoch als "zufriedenstellend". Gleichzeitig kündigte er die Ausweitung des Sortiments auf Einrichtungsgegenstände wie Vorhänge und Kissen an. Sie sollen ab Ende Februar hauptsächlich über Internet und Katalog unter dem Namen H&M Home verkauft werden.

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