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31.01.2007

08:35 Uhr

Zwischenbilanz

Norddeutsche Affinerie ist stärker als gedacht

Europas größte Kupferhütte Norddeutsche Affinerie ist dank einer weiterhin robusten globalen Nachfrage mit einem unerwartet kräftigen Gewinnsprung in das neue Geschäftsjahr gestartet.

dpa-afx HAMBURG. Das Vorsteuerergebnis (EBT) sei von 22 Mill. auf 39 Mill. Euro geklettert, teilte der weltgrößte Kupferrecycler am Mittwoch in Hamburg mit. Von der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX befragte Analysten hatten im Schnitt lediglich 29 Mill. Euro erwartet.

Hauptergebnistreiber war den Angaben zufolge die Kupfererzeugung. Auch für die kommenden Quartale zeigte sich der Konzern optimistisch. Vor einem Jahr hatte ein zweiwöchiger Ausfall in der Konzentratverarbeitung Umsatz und Ergebnis stark belastet. In den ersten drei Monaten (Oktober bis Dezember) des laufenden Geschäftsjahres 2006/2 007 legte der Umsatz von 921 Mill. auf 1,469 Mrd. Euro zu. Ein Grund sei auch der weiterhin hohe Kupferpreis.

Optimismus FÜR Weiteren GeschÄFtsverlauf

Unter dem Strich kletterte der Überschuss im Berichtszeitraum von 13 Mill. auf 23 Mill. Euro. Das entspricht 0,62 (0,38) Euro je Aktie. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) legte von 24 Mill. auf 40 Mill. Euro zu. Der Konzern übertraf die Gewinnerwartungen damit deutlich. Die befragten Analysten hatten bei einem etwas höheren Umsatz von 1,541 Mrd. Euro ein Ebit von 31,4 Mill. und einen Überschuss von 17,4 Mill. Euro erwartet.

Der Konzern zeigte sich trotz Belastungen durch höhere Strompreise für den weiteren Geschäftsverlauf optimistisch. Die NA habe eine sehr gute Ausgangsposition für das gesamte Geschäftsjahr, dessen Marktumfeld sich positiv gestalte. Belastende Effekte, wie der Kostenschub bei der Stromversorgung, könnten kompensiert werden, hieß es. Die abgeschwächte US-Konjunktur habe den Kupferpreis erwartungsgemäß etwas gedrückt. Dieser sei mit 6 300 Dollar je Tonne gleichwohl weiter auf einem hohen Niveau. Nach der Stabilisierung sei eine Fortdauer dieser Situation wahrscheinlich. Das internationale Wirtschaftswachstum, insbesondere in Asien und Europa, werde die Nachfrage nach Kupfer hochhalten, hieß es.

Positive Konjunkturentwicklung IN Europa

Auch die Rohstoffmärkte entwickelten sich erfreulich. Die Konzentratverarbeitung habe mit 278 000 Tonnen das angestrebte Niveau erreicht. Auch die Kathodenproduktion habe mit 142 000 Tonnen deutlich gesteigert werden können. Das Segment Kupferverarbeitung profitierte von der positiven Konjunktur in den europäischen Kernmärkten.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2005/06 hatte der Konzern beim Jahresüberschuss vor Anteilen Dritter mit 60 Mill. Euro das Rekordergebnis des Vorjahres knapp verfehlt. Die vorläufigen Jahresdaten hatte der Konzern Mitte Dezember veröffentlicht. Die NA stellt mit 3 219 Mitarbeitern aus Kupfererz reines Kupfer her und verarbeitet es weiter zu Produkten, die von anderen Firmen gebraucht werden, zum Beispiel in der Auto-, Elektro- und Bauindustrie.

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