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26.01.2006

10:54 Uhr

Zwischenbilanz

Quartalszahlen: Bei Siemens gilt das Prinzip Hoffnung

Weil die Auftragsbücher prall gefüllt sind, haben die Anleger über die schlechten Gewinnzahlen fürs abgelaufene Quartal hinweggeblickt und die Siemens-Aktie ins Plus getrieben. Doch der Aufschwung steht auf wackeligen Beinen, hat Siemens doch immer noch zwei Sorgenkinder im Konzern.

HB MÜNCHEN. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2005/2006, das noch bis Ende September läuft, sei der Auftragseingang wegen einer Reihe von Großprojekten mit 26,8 Mrd. Euro knapp ein Drittel höher ausgefallen als im Vorjahresquartal, teilte Siemens vor seiner Hauptversammlung am Donnerstag in München mit. Finanzvorstand Heinz-Joachim Neubürger machte aber deutlich, dass die Zahlen nicht auf das Geschäftsjahr hochgerechnet werden könnten. Die Größen dürften „nicht mal vier“ genommen werden, warnte er vor überzogenen Erwartungen. Eine genaue Umsatz- und Ergebnisprognose legte Siemens nicht vor.

Konzernchef Klaus Kleinfeld zeigte sich zuversichtlich, dass Siemens seine selbst gesteckten Renditeziele bis 2007 erreichen werden. „Wir sind gut in 2006 gestartet. Mit all unseren Maßnahmen einschließlich des Verkaufs der produktnahen Dienstleistungen von SBS, gehen wir auf unser Ziel zu“, sagte Kleinfeld. Für die Sanierung seien im ersten Quartal 350 Mill. Euro ausgegeben worden. Siemens habe ein gutes Stück der Restrukturierung hinter sich, sei aber noch nicht am Ziel.

Der Quartalsgewinn des Konzerns war von Oktober bis Dezember einmal mehr von hohen Verlusten der Problemsparte SBS belastet. Der Konzernüberschuss sei in der Zeit um 19 Prozent auf 813 Mill. Euro zurückgegangen, teilte Siemens mit. Analysten hatten den Gewinn im Schnitt auf 971 Mill. Euro geschätzt. Die meisten Konzernsparten hätten im Weihnachtsquartal schon mehr Gewinn erwirtschaftet als im Vergleichszeitraum 2004. Das operative Ergebnis aller Bereiche sank jedoch um ein Zehntel auf 1,4 Mrd. Euro. Den Umsatz weitete der größte deutsche Industriearbeitgeber dagegen um 22 Prozent auf 20,72 Mrd. Euro aus.

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