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16.05.2014

11:15 Uhr

Zwölf-Marken-Konzern

VW-Absatz in Westeuropa zieht wieder an

Volkswagen hat im vergangenen Monat ordentlich zugelegt. Vor allem China und Europa schieben den Absatz des Autobauers an. Doch nicht alle Märkte entwickeln sich zur Zufriedenheit der Wolfsburger.

Ein Auslieferungsturm von Volkswagen: In Deutschland alleine legte der Absatz im vergangenen Monat um sechs Prozent zu. dpa

Ein Auslieferungsturm von Volkswagen: In Deutschland alleine legte der Absatz im vergangenen Monat um sechs Prozent zu.

HamburgVolkswagen hat im vergangenen Monat weltweit deutlich mehr Autos verkauft als ein Jahr zuvor. Im April habe der Konzern ohne die beiden Lkw-Töchter MAN und Scania rund um den Globus 848.500 Fahrzeuge ausgeliefert, 8,2 Prozent mehr als vor Jahresfrist, teilte Europas größter Autobauer am Freitag mit. Seit Jahresbeginn lieferte der Zwölf-Marken-Konzern aus Wolfsburg 3,25 Millionen Fahrzeuge aus, eine Steigerung um 6,4 Prozent.

Besonders hoch war der Zuwachs in den ersten vier Monaten erneut in China, wo 17 Prozent mehr Autos zu den Kunden rollten. In Westeuropa (ohne Deutschland) steigerte sich Volkswagen um 8,7 Prozent, in Deutschland alleine legte der Absatz um sechs Prozent zu.

Wie Ferdinand Piëch einen Weltkonzern schuf

1990er-Jahre

1993: Als Ferdinand Piëch im Januar 1993 den Vorstandsvorsitz von VW übernimmt, kämpft der Konzern mit einem Einbruch des Nordamerikageschäfts, hohen Kosten und Verlusten. Der neue Chef holt den Sanierer José Igancio López nach Wolfsburg. Weil der Spanier Betriebsgeheimnisse mitgenommen haben soll, entbrennt ein langwieriger Rechtsstreit mit seinem alten Arbeitgeber General Motors.
1997: Dank Piëchs Internationalisierungsstrategie laufen fast zwei von drei Autos im Ausland vom Band. 
1998: Mit der Übernahme der Marken Bentley (Foto) und Bugatti steigt Volkswagen ins Luxussegment ein. 
1999: Der Lupo kommt als erstes Drei-Liter-Auto auf den Markt. Im gleichen Jahr übertrifft Volkswagen als erster europäischer Hersteller die Schwelle von 100 Millionen produzierten Fahrzeugen

2000

Mit der im Juni eröffneten Autostadt setzt Piëch sich und dem VW-Konzern ein Denkmal in Wolfsburg. 

2001

Mit dem Luxusmodell „Phaeton“ erweitert VW das Oberklassenangebot. Für die Produktion des Kompaktvans Touran wird mit der IG Metall ein eigenes Tarifmodell entwickelt.

2002

Volkswagen übernimmt die schwedische Scania komplett und stärkt damit das Lkw-Geschäft. Der Aufsichtsrat wählt im April des Jahres Bernd Pischetsrieder zum Vorstandschef. Piëch übernimmt den Vorsitz im Aufsichtsrat.

2007

Im Januar tritt Martin Winterkorn das Amt des Vorstandsvorsitzenden an. Der VW-Konzern liefert 6,2 Millionen Fahrzeuge aus - so viele wie noch nie zuvor. Insbesondere in China, Brasilien und Osteuropa vermeldet VW Zuwächse von bis zu 32 Prozent im Vorjahresvergleich.

2009

Der von VW gesponserte VfL Wolfsburg gewinnt die Deutsche Fußball-Meisterschaft.

2011

Volkswagen legt in Silao in Mexiko den Grundstein für ein neues Motorenwerk. Nach zweijähriger Bauzeit eröffnet in den USA das neue Werk in Chattanooga mit einer Jahreskapazität von 150 000 Autos.

2012

VW hält über eine Holding 100 Prozent der Anteile an der Porsche AG, die als eigenständige Marke geführt wird - der integrierte Konzern von Volkswagen und Porsche entsteht.

Das zweite Quartal habe für Volkswagen gut begonnen, sagte Vertriebsvorstand Christian Klingler. Allerdings sei das Marktumfeld weiter uneinheitlich. Während die Märkte in Südamerika und Russland schrumpften, sei das Wachstum in China ungebrochen.

In Russland, wo der Pkw-Markt seit Monaten auf Talfahrt ist, sanken die Auslieferungen in den ersten vier Monaten um 4,3 Prozent. In Brasilien verkaufte Volkswagen im gleichen Zeitraum sogar 17 Prozent weniger als vor Jahresfrist. In den USA, wo VW ebenfalls mit Problemen zu kämpfen hat, sanken die Auslieferungen um knapp fünf Prozent.

Von

rtr

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